Kalbe l Im Kalbenser Rathaus herrscht rege Betriebsamkeit. Und das nicht nur, weil neben den üblichen Aufgaben die Corona-Krise gemanagt werden will, sondern weil aktuell die Telekommunikations- und elektronische Datenverarbeitungsanlage inklusive der Zeitschaltuhr den Anforderungen an eine moderne Verwaltung angepasst werden. Statt der ursprünglich vorgesehenen 10 000 Euro hat die Stadt die Investitionssumme dafür im Zuge ihrer diesjährigen Haushaltsplanung auf insgesamt 60 000 Euro aufgestockt (Volksstimme berichtete).

Kabelsalat im Rathaus

Die Maßnahmen werden nun umgesetzt. Und das bedeutet: Bürgermeister Karsten Ruth und seine Mitarbeiter agieren zurzeit in einer Art Kabelsalat. Das ist durchaus eine Herausforderung. Aber eine, die sich am Ende lohnen wird, weiß Ruth. Und das nicht nur, weil die Mitarbeiter in puncto Datenverarbeitung – Stichwort Home-Office – auch in die Lage versetzt werden sollen, problemlos von zu Hause arbeiten zu können.

Auch die Telefonanlage muss modernisiert werden. „Die kenne ich, seit ich hier angefangen habe“, so der Bürgermeister, der seit rund zwei Jahrzehnten, mit Unterbrechungen wegen seiner Verwaltungsleiter-Tätigkeit in Arendsee, den Chefposten im Kalbenser Rathaus bekleidet.

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Es geht um die Zukunft

Wie er erklärt, habe das Jahr 2020 insgesamt „unter dem Stichwort „Zukunftsfähigkeit des Rathauses“ gestanden. Und das nicht nur, weil die Computer auf ein neues Windows-Betriebssystem umgestellt werden mussten – wie in vielen anderen Betrieben und Privathaushalten auch.

Sitzungdienst im Visier

Auch der Internet-Auftritt der Stadt Kalbe soll verändert werden. Bislang gehörte dies zum Aufgabenbereich der Tourist-Info, die aber aktuell nicht besetzt ist, weil Anne Haase ins Ordnungsamt gewechselt ist und dort unter anderem an der Seite ihres Kollegen Jörg Kraberg agiert. Und der wird sich neben seinen eigentlichen Aufgaben nun auch der Umgestaltung der Homepage widmen, wie der Bürgermeister sagt.

Gefragt nach einem elektronischen Dienst für die Mitglieder der städtischen Gremien – in anderen Kommunen werden Räte gerade mit mobilen Endgeräten ausgestattet, wofür es auch Fördermittel gibt – macht Ruth deutlich, dass eine solche Anschaffung in der Einheitsgemeinde Kalbe aktuell nicht geplant sei. Allerdings würde eine Vielzahl der Ratsmitglieder schon eigene elektronische Geräte nutzen und sich auf diesem Wege mit Datenmaterial aus der Stadtverwaltung versorgen lassen. Es werde auch über einen Zuschuss bei der Beschaffung von Tablets nachgedacht. Aber im Endeffekt würden die Abgeordneten die Eigentümer bleiben, und müssten sich ergo auch um die Nutzungsfähigkeit dieser Geräte kümmern.