Gardelegen l Ein vielseitiges und sehr lebendiges Programm hatten die beiden Musiklehrerinnen Svetlana Jakobs und Simone Docanova und ihre 25 Schüler und Schülerinnen zusammengestellt. Die jüngsten der Pianisten, die sich an diesem Abend dem Publikum vorstellten, waren gerade einmal sieben Jahre alt und reichten mit den Füßen noch nicht bis zu den Pedalen hinunter. Eine kleine Holzkiste mit Pedalverlängerung machte es möglich. Mal zweihändig, mal vierhändig und von ihren Lehrerinnen begleitet, zeigten die Jungen und Mädchen ihre Kunst am Steinweg-Flügel.

Den Auftakt machte Alexander Jakobs mit dem Titel „Die größte Schau der Welt“, gefolgt von Jasper Hötling mit dem französischen Volkslied „Leih mir deine Feder“ und Greta Tessmer mit „Liebe Sonne“. Zusammen mit Svetlana Jakob bot Amelie Jung das „Lied über Petja“ dar, und Paulina Mühe spielte die „Barkarole“ von Cornelius Gurlitt.

Vierhändiger Beitrag

Dass die Musikschüler auch ohne Lehrerin gute Duos sein können, bewiesen Antonia Hirsch und Alexander Jakobs mit ihrem vierhändigen Beitrag „Die Trommel“ von Janina Garsia, aber auch der Pianist Viet Do und die Violinistin Charlotte Reuschel – die einzige Streicherin dieses Abends –bezauberten ihr Publikum mit „The Boy Paganini“. Es war ein Abend der Gegensätze, der vom Shanty „Was machen wir mit dem lustigen Seemann“ (gespielt von Justus Osmers) über den Radetzky-Marsch (Justus Osmers) bis hin zu Lena-Marie Schulzes Menuett von Leopold Mozart reichte.

Bilder

Gospels und Spirituals wie „Go down, Moses“ von Sigrid Thoms und „When the Saints go Marching in“ von Sara Goetzki erklangen neben dem von Khuloud Al Halabie dargebrachten „Prälude“ von Charpentier oder dem Venetianischen Gondellied, das Hannah Weber zu Gehör brachte.

Rund 90 Zuhörer

Mit modernen Kompositionen und Filmmusiken nahmen vor allem die schon etwas älteren Musikschüler die Zuhörer für sich ein. Zu den Höhepunkten des Abends zählten Jakob Zierenbergs Beitrag aus dem „Herrn der Ringe“, Josef Zierenbergs „Transformers“ und Ferdinand Schulzes „Amelie“. Nach beinahe zwei Stunden beendete Luise Blume das Konzert mit der Fantasie in d moll von Wolfgang Amadeus Mozart. Die rund 90 Zuhörer im Gardeleger Rathaussaal applaudierten begeistert. Zum Schluss gab es für jeden der jungen Künstler eine Rose als Dankeschön.