Letzlingen l Das Betreuungsforstamt in Letzlingen hat eine neue Mitarbeiterin: Die 35-jährige Britta Homm aus Jävenitz löst seit dem 12. Dezember den Revierförster Peter Denecke ab, der in Altersteilzeit geht.

Seine Nachfolgerin konnte sich gegen mehrere Bewerber durchsetzen und freut sich auf ihre neue und anspruchsvolle Aufgabe. Beratung für standortangepasste Wälder, Pflege der Wälder und Wiederaufforstung gehören in den kommenden Jahren genauso zu ihren Aufgaben, wie die Schädlingsüberwachung und der verschärfte Blick auf den zunehmenden Klimawandel. Denn die Bäume seien durch das sich verändernde Klima und die Schädlinge immer anfälliger. Dennoch ist sie optimistisch: „Wir packen das!“. Immerhin ginge es auch darum, die Wälder für die nachfolgenden Generationen zu schützen, erklärt sie. Eine wichtige Aufgabe.

Langjährige Erfahrungen mit der Forstwirtscha

Die größte Freude bereitet der 35-Jährigen, die am kommenden Freitag ihren 36. Geburtstag feiert, die Arbeit draußen direkt im Wald. Klar bestehe der Job zur Hälfte aus Büroarbeit, aber das müsse eben sein, sagt sie schmunzelnd. „Aber für die Arbeit in der Natur schlägt eigentlich mein Herz. Dort kann man mit eigenen Händen etwas lenken und bewirken“, so die gebürtige Magdeburgerin. Und zudem: „Man gestaltet etwas, und die Kinder ernten, was wir säen“ – Stichwort Nachhaltigkeit. Die Arbeit mit dem Interesse an der Natur zu verbinden, war ihr schon bei der Berufswahl ein wichtiges Anliegen: „Meine Eltern rieten mir, ich solle zunächst einen Beruf erlernen, um ein Standbein zu haben“, erzählt sie.

Da sie schon immer „im Grünen“ arbeiten wollte, fiel die Wahl nach dem Abitur mit Wirtschaftsschwerpunkt an einem Magdeburger Fachgymnasium auf eine Ausbildung zur Forstwirtin in Ilsenburg (Landkreis Harz). Danach studierte die jetzige Revierförsterin in Göttingen Forstwirtschaft und Ressourcenmanagement, das sie mit Diplom abschloss.

Über die Treuhand betreute sie verschiedene Reviere in der Altmark. Zuletzt war die ebenfalls begeisterte Jägerin und Schützin zwei Jahre als Büroleiterin beim Betreuungsforstamt Westliche Altmark tätig, bevor sie sich auf die ausgeschriebene Stelle des Revierförsters bewarb.

Nicht nur ihre langjährigen Ausbildungen und ihr Fachwissen zeichnen sie aus, sondern auch die Berufserfahrung der vergangenen Jahre. Sie betreut des weiteren zwei Forstbetriebsgemeinschaften mit insgesamt 1700 Hektar Wald. „Dadurch kennt mich auch der eine oder andere Waldbesitzer schon“, erzählt die neue Revierleiterin.

Leidenschaftlich gern unterwegs

Aber die Arbeit allein lastet sie nicht aus: Schon seit Jahren ist sie aktiv im Hundesportverein Waldschnibbe Gardelegen als Ausbilderin im Einsatz. Sie ist ebenfalls in zwei Schützenvereinen aktiv und generell „immer unterwegs.“ Britta Homm bezeichnet sich selbst als Stehaufmännchen: „So auf dem Sofa herumliegen, das kann ich nicht“, sagt sie.

Und selbst wenn sie wollte, bestünde – zumindest während der Arbeitszeiten – derzeit noch keine Möglichkeit. Denn ein eigenes Büro hat sie in ihrem betreuten Revier noch nicht. Das sei aber in Planung, versichert die zielstrebige Jävenitzerin. Dann werde es auch Sprechzeiten geben.