Thüritz l Ein solches Areal wünscht sich wohl jede Dorfgemeinschaft. In der Thüritzer Dorfmitte ist auf einem privaten Gelände und dank einer Privatinitiative von mehreren Bewohnern ein öffentlicher Spielplatz entstanden. Die Initiatoren möchten nach Angaben ihres Sprechers (Name ist der Redaktion bekannt) aber nicht genannt werden. Und sie möchten auch während der kleinen Übergabe-Feier, die es voraussichtlich demnächst noch geben wird, ohne Öffentlichkeit bleiben. Es seien in der Vergangenheit leider auch negative Erfahrungen gemacht worden, was diese Privatinitiative beträfe, so ihr Sprecher.

Fakt ist: Noch im Januar hatte sich der Ortschaftsrat von Badel, der auch für Thüritz zuständig ist, nach Angaben von Ortsbürgermeisterin Christa Schulz dazu verständigt, dass der Spielplatz an seiner bisherigen Stelle am Akaziengrund verbleiben soll. Gleichzeitig war vereinbart worden, mit einem Sanierungsantrag an die Stadt heranzutreten. Die Tatsache, dass es Thüritzer gab, die den Spieplatz wieder in die Dorfmitte zurückhaben wollten, wo er früher schon einmal existiert haben soll, war als die Meinung von Einzelpersonen bewertet worden.

Doch genau diese Einzelpersonen haben nun offenbar Nägel mit Köpfen gemacht. Sie haben mit dem Besitzer einer Freifläche in der Ortsmitte (gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus) eine Vereinbarung zur Nutzung seines Grundstückes getroffen. „Denn ihm ist ja auch daran gelegen, dass das Areal weiter gepflegt wird“, so der Sprecher der Initiatoren.

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Ganz ohne Kommune geht es nicht

Sie haben Geld und Material gesammelt und in Eigenleistung einen Sandkasten mit einem fest installierten Bagger aus Metall, eine Vogelnest- und eine herkömmliche Schaukel, eine große Wippe, ein Wasserspiel, eine Federfigur in Form eines Motorrades und eine Sitzecke geschaffen. Das alles ging ohne viel Aufhebens und nach Angaben des Sprechers komplett in Eigenleistung vor sich.

So ganz ohne die Kommune funktioniert es aber dann doch nicht. Die muss sich nämlich künftig um die Pflege und Wartung des Areals und der Spielgeräte kümmern. Dazu gibt es dann nach Angaben von Bauhof-Leiter Uwe Wolff auch eine entsprechende Vereinbarung mit dem Grundstückseigentümer. Zudem hat sich die Stadt um die TÜV-Prüfung der Spielgeräte zu kümmern. Der Termin dafür ist laut Wolff für diesen Monat vorgesehen.

Wie sich die Nutzer des Spielplatzes zu verhalten haben, das steht auf einem Schild an dessen Eingang. In Thüritz gibt es ein knappes Dutzend Kinder, die sich dort künftig austoben können.

Und auch Ortsbürgermeisterin Christa Schulz, daran ließ sie während der jüngsten Ortschaftsratssitzung keine Zweifel, freut sich über die Privatinitiative – trotz der ursprünglich anders lautenden Pläne, den Azaziengrund als Spielfläche zu reaktivieren.