Salzwedel l Aufmerksam hören die Schüler der Miester Sekundarschule „Am Drömling“ Andreas Leitel, Mitarbeiter des Offenen Kanals (OK) Salzwedel, zu. „Ihr müsst bei Kamera-Stativen immer aufpassen, dass sie gerade ausgerichtet sind. Stellt euch mal vor, ihr filmt das Meer schräg. Dann läuft ja das Wasser wie bei einer Folge von Paulchen Panther aus dem Bild“, erklärt Leitel den 13 Sechstklässlern. Im Rahmen des Medienprojektes „Darf ich alles, was ich kann?!“ – ein Kooperationsprojekt des Offenen Kanals Salzwedel und der Netzwerkstelle Schulerfolg – haben die Schüler von Mittwoch und bis heute den Umgang mit Kamera und Mikrofon in einem Intensivkurs gelernt.

Premiere im Februar im Filmpalast Salzwedel

Zusammen mit Fotograf und Filmemacher Candy Szengel ist Leitel vor Ort, um den Schülern Tipps mit auf den Weg zu geben. Aus einem besonderen Grund. „Die Sechstklässler bereiten sich in diesem Workshop darauf vor, einen Film über die Schulsozialarbeit im Altmarkkreis zu drehen“, erklärt Beate Wendt vom OK. Ziel ist es, dass er nach der Premiere im Februar, die im Filmpalast Salzwedel stattfindet „allen Schulen zur Verfügung stehen soll“, so Wendt.

Um die Aufgabe zu meistern, lernen die Schüler heute zum Beispiel von Candy Szengel, wie man in Interviews die richtigen Fragen stellt. „Dafür erkläre ich ihnen, was Schulsozialarbeit eigentlich bedeutet“, erzählt Szengel. Außerdem erarbeite er mit den Jungen und Mädchen die Interviewfragen und nimmt sie dabei auf, wie sie sich gegenseitig interviewen, „damit sie ein Gefühl dafür bekommen.“

Bilder

Vorausgegangen war, dass die Mitarbeiter der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ in diesem Jahr einen Filmwettbewerb für alle Sekundarschulen und Förderschulen im Altmarkkreis ausgeschrieben hatten.

Mit einem Handyvideo über das Thema „Mobbing“ hatten die 13 Schüler diesen gewonnen und sich somit für den Workshop und den folgenden Filmdreh qualifiziert.

„Alles in allem wird das Projekt etwa ein Jahr in Anspruch nehmen“, schätzt Beate Wendt ein. Die OKS-Chefin kann sich auch vorstellen, den Film bei anderen Wettbewerben, beispielsweise dem Bürgermedienpreis, einzureichen, wie sie im Februar während der Vorstellung des Wettbewerbs erklärte.