Gardelegen l Das leise Surren der Räder, die über einen Betonboden fahren, das schleifende Geräusch von Holz oder Metall beim Rutschen über eine Metallstange. All diese Eindrücke können Skateboarder, Inline-skater oder Tretrollerfahrer voraussichtlich bereits ab Ende September genießen. Dann soll er fertiggestellt sein, der Gardelegener Skatepark. Das bestätigten am Fachleute, die Anfang August mit den Arbeiten am Objekt begonnen haben.

Entstehen wird die Rollsportanlage im hinteren Bereich des Bürgerparkes in Richtung Schloss Isenschnibbe. An den dort befindlichen Aufschüttungen sind bereits erste Elemente zu erkennen, die dann von Hobbyskatern oder professionellen Sportlern genutzt werden können.

Eigenanteil: 43 .000 Euro

Der Skatepark wird dann 660 Quadratmeter groß und mit verschiedenen Elementen aus dem Streetbereich ausgestattet sein. Dazu gehören unter anderem ein Curb, Manualpad (Blöcke mit Kanten) und ein Flatrail (Skaterampe). Skaten, Inliner fahren oder BMX-Radeln – der Platz könnte künftig vielfältig genutzt werden, wie Bürgermeisterin Mandy Schumacher schon vor einigen Monaten erklärte. Insgesamt werden 265.000 Euro investiert.

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Beantragt wurde über das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ ein Zuschuss über 47.000 Euro. Dazu kommen 100.000 Euro von der Stiftung Energiequelle für die Windräder rings um Gardelegen. Weitere 75.000 Euro fließen von Lotto Toto Sachsen-Anhalt. Der Eigenanteil der Stadt liegt demnach bei 43.000 Euro.

Die Idee für die Skateranlage am Bürgerpark hatten die Skater Kai Neumann, David Wolfowski, Nico Seidenberg, Benedikt Preuß und Janneck Berger aus Gardelegen. „Wir waren nach dem ersten Gespräch mit der Bürgermeisterin und den Beratungen in den Ausschüssen überzeugt, dass es was wird mit der Anlage im Bürgerpark“, erzählte Benedikt Preuß bereits im Herbst 2019 im Volksstimme-Gespräch.

Bis dato musste jemand stets weit fahren, wenn er skaten wollte. Anlagen gibt es unter anderem in Stendal, Wolfsburg oder Klötze. Das mit dem Reisen wird sich jedoch bald erübrigt haben, wenn der Skatepark im Bürgerpark übergeben ist. Einen offiziellen Termin gibt es aber noch nicht.

Im Vorfeld hatte die Stadt zwei Varianten vorgestellt. Der Stadtrat entschied sich letztlich für die teurere, dafür aber besser ausgestattete Anlage.