Gardelegen l Sie mag alles, was glitzert. Und sie mag Kinder. Und der ganze Trubel um sie machte ihr gar nichts aus: Vergnügt schaut Anita gestern im Foyer der Begegnungsstätte von einem zum anderen. Mama, Oma und ihre große Schwester sind mit der zehnjährigen Harzerin nach Gardelegen gekommen, um persönlich die vielen Stifte abzuholen, die hier für sie abgegeben wurden. 32 436 Stück waren es am Ende. Allerdings ohne Gewähr, denn erst kurz bevor Eichners eintrafen, hatten Schüler der Reutter-Grundschule noch über 1500 Stifte vorbeigebracht. Ein stolzes Ergebnis also, erst vor sechs Wochen hatte die Volkssolidarität Gardelegen schließlich zur Stifte-Spende für Anita aufgerufen (wir berichteten).

Vierte Neurorehabilitation

Als sie die Zahl gehört hätten seien sie „einfach nur sprachlos und überwältigt gewesen“, sagt Anitas Mama Alexandra Eichner ganz gerührt. Und auch Volkssolidaritäts-Mitabeiterin Iris Lüders muss ein bisschen schlucken. Denn sie darf der Familie auch noch eine Barspende der Ortsgruppen in Gardelegen, Lindstedt und Algenstedt übergeben. Insgesamt fast 300 Euro. Ein tolles Weihnachtsgeschenk für Anita, die im Februar mit ihrer Mama zur mittlerweile vierten Neurorehabilitationskur ins tschechische Pistany fahren wird. Rund 5000 Euro kostet so eine vierzehntägige Behandlung, die von der Krankenversicherung nicht bezuschusst wird, Anita aber unglaublich viel gibt. „Sie erzählt dann viel mehr und ist viel aktiver“, erzählt ihre große Schwester Anna (14). Mama Alexandra hofft sogar, dass Anita mit einer speziellen Intensivtherapie vielleicht sogar Laufen lernt.

Und die Sammelaktion soll bei der Finanzierung helfen. Für die Stifte, die die Gardeleger zusammengetragen haben, bekommt Anitas Familie von der deutschen Recyclingfirma Terracycle nämlich noch einmal rund 300 Euro – einen Cent pro Stift. Und es soll weitergehen, sagt gestern Iris Lüders. Weiterhin können also Stifte für Anita in der Begegnungsstätte abgegeben werden. Denn auch das Team freut sich darüber, wie toll die Gardeleger die Aktion unterstützten: „Manchmal kamen ganz viele Stifte auf einmal, ein andermal hat uns jemand auf der Straße nur einen einzigen Kuli in die Hand gedrückt“, erzählt Lüders schmunzelnd. Wer helfen oder mehr über Anitas Geschichte wissen will, erfährt alles Wichtige im Internet unter www.lachenlebenlaufenfueranita.de

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