Lindenthal l War ursprünglich vorgesehen, dass der Ausbau von Dompfaffweg und Nachtigallweg, ein Gemeinschaftsprojekt von Wasserverband und Hansestadt, bis Mitte August abgeschlossen ist, dauert die Maßnahme nun noch bis Ende Oktober an. „Die Endabnahme für die Gesamtmaßnahme in Lindenthal wird gegenwärtig tatsächlich mit Ende Oktober angenommen“, bestätigte Bauamtsleiter Ottmar Wiesel auf Volksstimme-Anfrage. Als Grund dieser Verzögerung nannte er zusätzliche Leistungen, die entstanden sind. Zudem sei es zu Problemen bei der Bauausführung gekommen. So etwa bei der Verlegung der Trinkwasser-und Schmutzwasserleitungen. Im Nachtigallweg wurden bei diesen Arbeiten Erdschichten angetroffen, „die auf Dauer nicht tragfähig sein werden und deshalb ausgetauscht werden müssen“, berichtete der Bauamtsleiter. Entdeckt wurden bei den Arbeiten Waldbodenschichten mit hohem organischen Anteil.

Zusätzliche Leistungen

„Diese zusätzlichen Leistungen fallen im Abschnitt Straßenbau ins Gewicht, weil sich die alten Waldbodenschichten in einer Höhenlage befinden, in der die Tragschicht für den Straßenbau geplant ist“, informierte Wiesel. Beim Fördermittelgeber seien diese zusätzlichen Leistungen angemeldet worden. Eine Freigabe stehe allerdings noch aus, teilte Wiesel mit. Die Maßnahme wird über das Programm Dorferneuerung gefördert. Ursprünglich wurden die Gesamtkosten für die Maßnahme auf rund 193.000 Euro beziffert. Über das Programm Dorferneuerung sollte eine Förderung in Höhe von rund 144.000 Euro erfolgen. Im Dompfaffweg und im Nachtigallweg wurden neue Leitungen für Schmutzwasser und Trinkwasser sowie Regenwasserleitungen verlegt. Hausanschlüsse wurden in diesem Zuge ebenfalls erneuert. Dies war Part des Wasserverbandes Gardelegen. Baubeginn war Ende April.

Im Bereich Straßenbau erfolgt ein grundhafter Ausbau auf einer Länge von etwa 400 Metern. Die Fahrbahnbreite beträgt drei Meter. Durch die vorhandene Grundstücksbreite von fünf Metern ergeben sich beidseitig Seitenräume von jeweils einem Meter, wie das Bauamt mitteilte. Geplant ist, dass diese als befahrbare Bankette angelegt werden. Die Versickerung soll hauptsächlich in der Verkehrsfläche erfolgen. Die Fahrbahn soll mit Rasengitterplatten, die 40 mal 60 Zentimeter groß sind, befestigt werden. Für die Einfassung der Fahrbahn sind Tiefborde vorgesehen. Für die Anwohner bringt die Baumaßnahme seit April Einschränkungen mit sich. So sind die Straßen immer wieder gesperrt. Auch zu Vollsperrungen ist es aufgrund des beengten Verkehrsraumes der betroffenen Straßen bereits gekommen. Nur Rettungs- und Baufahrzeuge dürfen während der Bauphase dort fahren. Die fußläufige Erreichbarkeit der Grundstücke sei aber zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, wie die ausführende Baufirma zusicherte. Für die Entsorgung der Abfallbehälter stehen Sammelplätze zur Verfügung.