Wernstedt l Gerade hat Wernstedts Ortsbürgermeisterin Anni Schulz den 51. Jahrestag ihrer Amtsübernahme gefeiert. So gut wie alles, was die inzwischen 79-Jährige für ihr Dorf erreichen wollte, hat sie auch geschafft. Nur hinter eine Sache möchte sie in ihrer Amtszeit noch einen Haken machen: die Sanierung der Kreisstraße zwischen Wernstedt und Engersen. Und es sieht so aus, als könnte dieser Haken nun im Juni gesetzt werden.

Zwar erfolgt kein grundhafter Ausbau des knapp drei Kilometer langen Verkehrsweges, dessen bis zu 15 Zentimeter tiefe Löcher in den vergangenen Jahren immer nur notdürftig von der Kreisstraßenmeisterei geflickt worden waren. Doch zumindest verschwindet der sogenannte Sommerweg, auf den die aus Richtung Engersen kommenden Fahrzeuge bislang immer ausweichen müssen, sofern sie Gegenverkehr haben. Die Fahrbahn wird auf insgesamt fünf Meter verbreitert und erhält eine Oberflächenbehandlung mit zweifacher Absplittung. Das heißt, es wird zweimal eine Bitumenschicht und auch zweimal grobkörniges Mineralgemisch aufgebracht. Anschließend werden beidseitig je ein Meter breite Bankette hergerichtet.

Baubeginn Anfang Mai

Die Baustelle soll Anfang Mai eingerichtet werden, wobei es jedoch noch einmal einer konkreten Absprache mit der beauftragten, regionalen Baufirma bedarf, wie Simone Dräger als zuständige Sachgebietsleiterin der Kreisverwaltung informierte. Ende des kommenden Monats soll die Maßnahme dann schon beendet sein. Die Umleitung erfolgt in dieser Zeit über die Landesstraße 21 und die Bundesstraße 71 von und nach Engersen. Der Kreis investiert insgesamt rund 220 000 Euro.

Noch im Jahr 2015 war von dort offiziell mitgeteilt worden, dass es wegen des finanziellen Aufwandes und der hohen Anzahl an Durchlässen mittelfristig keine Sanierung der K 1087, auf der wegen der enormen Schäden inzwischen 30 Stundenkilometer – wohlgemerkt außerorts – galten, geben wird. Dann jedoch formierte sich in Wernstedt eine Bürgerinitiative, die auch eine Unterschriftensammlung an den Kreis schickte. Und siehe da: Das Ganze hatte Erfolg.

So wie auch eine ähnliche Aktion einige Jahre zuvor. Damals hatte es so ausgesehen, als würde die Wernstedter Bahnhofstraße, bei der es sich um eine Landesstraße handelt, vorerst nicht ausgebaut. Doch auch da hatten die Wernstedter unter Regie der Ortsbürgermeisterin eine Petition gestartet, die dann schließlich ebenfalls von Erfolg gekrönt worden war.