Gardelegen l Das Vorhaben des Wasserverbandes im Langförder Weg in Gardelegen ist eine Gemeinschaftsmaßnahme des Verbandes und der Hansestadt Gardelegen. Die Stadt plane eine Ertüchtigung der Fahrbahn. Karsten Scholz, Technischer Leiter im Wasserverband, stellte das Vorhaben des Wasserverbandes Gardelegen bei der jüngsten Verbandsversammlung vor. „In diesem Bereich hat es in letzter Zeit immer wieder Probleme mit dem Abfluss des Abwassers gegeben“, begründete er die Notwendigkeit des Vorhabens. „Unsererseits besteht Handlungsbedarf“ und das sowohl im Bereich des Trinkwassers als auch des Abwassers. „Wir wollen die Versorgungssicherheit stabilisieren“, sagte Scholz.

Vorgesehen ist daher, den Schmutzwasserhauptkanal auf einer Länge von 190 Metern zu erneuern. Fünf Schmutzwasserhausanschlüsse kommen hinzu. Daraus könne sich eine Änderung der Abflusssituation im Wiesenweg ergeben. Dort sollen 80 Meter Trinkwasserhauptleitung gelegt werden. Eine Ringleitung zum Wiesenweg soll entstehen.

Auch ohne Stadt wird gebaut

Für die Erneuerung des Schmutzwassernetzes schlägt ein Planansatz von 120.000 Euro zu Buche. Davon sind 105.000 Euro die reinen Baukosten, 15.000 Euro Planungskosten kommen hinzu. Im Trinkwasserbereich stehen Zahlungen von voraussichtlich insgesamt 14.500 Euro an. Aufgesplittet betragen die Kosten 12.500 Euro Bau- und 2000 Planungskosten. Die erforderlichen Mittel stehen im Haushalt des Wasserverbandes zur Verfügung.

Gebaut werden könne aber auch, wenn die Stadt ihren Part nicht erfüllen wird. „Wir hoffen, dass es zur Gemeinschaftsmaßnahme kommt. Aber da wir die Oberfläche nicht in die Hand nehmen müssen, ist das Vorhaben für uns in diesem Jahr durchführbar“, teilte Verbandsgeschäftsführerin Katja Rötz mit. „Selbst wenn die Stadt nicht baut, erwarten wir keine Kostensteigerung“, fügte Scholz hinzu. Im Anschluss an die Vorstellung des Vorhabens stimmten die Verbandsmitglieder ab. Für den Neubau beziehungsweise Erneuerung der Schmutzwasser- und Trinkwasserleitungen im Langförder Weg sprachen sie sich einstimmig aus. Die Planung wird nun fortgesetzt und die Leistungen dann öffentlich ausgeschrieben.