Lindenthal l Die letzten Rohre werden dieser Tage im Dompfaffweg und im Nachtigallweg im Gardelegener Ortsteil Lindenthal verlegt. Bis auf kleinere Restarbeiten können die durch den Wasserverband Gardelegen auszuführenden Maßnahmen in dieser Woche abgeschlossen werden, wie Karsten Scholz, technischer Leiter beim Wasserverband Gardelegen, mitteilte.

Die Arbeiten in Lindenthal sind eine Gemeinschaftsmaßnahme der Hansestadt Gardelegen und des Wasserverbandes Gardelegen. Sie umfasst das Einsetzen neuer Leitungen für Schmutzwasser und Trinkwasser sowie das Verlegen von Regenwasserleitungen und die Erneuerung von Hausanschlüssen.

Rasengittersteine werden gesetzt

„Bisher wurde unterirdisch gearbeitet. Sind die Leitungen verlegt, geht es mit den eigentlichen Straßenbauarbeiten weiter“, teilte Bauamtsleiter Ottmar Wiesel mit. Damit soll es nächste Woche losgehen. Dann wird die Fahrbahn ausgeschottert und mit tragfähigem Material versehen.

Vorgesehen ist ein grundhafter Ausbau auf etwa 400 Metern Länge. Die Fahrbahnbreite beträgt drei Meter. Durch die vorhandene Grundstücksbreite von fünf Metern ergeben sich beidseitig Seitenräume von jeweils einem Meter. Geplant ist, dass diese als befahrbare Bankette beziehungsweise als Sickermulden angelegt werden. Die Versickerung soll hauptsächlich in der Verkehrsfläche erfolgen. Die Fahrbahn soll mit Rasengitterplatten (40 x 60 Zentimeter) befestigt werden, wie das Bauamt informierte. Für die Einfassung der Fahrbahn sind Tiefborde vorgesehen.

Miteinander von Anwohnern und Bauausführenden

Für die Anwohner brachte die Maßnahme Einschränkungen mit sich. So waren die Straßen immer wieder gesperrt. Mit den Mitarbeitern der ausführenden Firmen gab es bislang aber ein gutes Einvernehmen, wie Anwohner schilderten. So machten sie mit ihren Baufahrzeugen Platz, damit Anwohner mit ihren Fahrzeugen passieren konnten, um beispielsweise auf ihr Grundstück zu gelangen. Unterstützung gab es auch bei der Entsorgung von Müll- und Papiertonnen sowie der Gelben Säcken. Die Anwohner stellten ihre gekennzeichneten Tonnen vor dem Grundstück ab. Wenn die Möglichkeit bestand, fuhren die Entsorgungsfahrzeuge direkt ans Grundstück heran. Wenn dies nicht möglich war, transportierten die Mitarbeiter der Baufirma die Tonnen zu einer Sammelstelle. „Das funktionierte reibungslos“, so ein Anwohner.

Schnell und unkompliziert wurden auch Probleme gelöst. So wurde während der Arbeiten eine Telefonleitung beschädigt. Der Schaden wurde aber rasch behoben. Auch darum kümmerten sich die Arbeiter vor Ort, so die Anwohner.

Fertigstellung im September vorgesehen

Negatives im Bezug auf die Baustelle berichteten die Anwohner nicht. Sie haben lediglich gehofft, dass das Bauende wie geplant Mitte August eingehalten werden kann. Aus dem Bauamt heißt es nun, dass die Fertigstellung im September vorgesehen ist. Einen konkreten Grund der Verzögerung konnte nicht genannt werden. Der Wasserverband teilte mit, dass es in Lindenthal einen „flüssigen Bauablauf“ gab. Baubeginn war Ende April.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 193.000 Euro. Über das Programm Dorferneuerung erfolgt eine Förderung in Höhe von rund 144.000 Euro.