Feuerwehreinsatz

Zwei Hektar Getreidefeld niedergebrannt: Mehr als 70 Feuerwehrkräfte bei Cheinitz im Einsatz

Bei Cheinitz sind am Donnerstag zwei Hektar Getreidefeld abgebrannt. Um Zuge der Löscharbeiten musste die Bundesstraße, die sich in unmittelbarer Nähe zum Brandort befand, gesperrt werden.

Während der Löscharbeiten nutzten die Feuerwehren die Bundestraße als Aufstellfläche für den Einsatz.
Während der Löscharbeiten nutzten die Feuerwehren die Bundestraße als Aufstellfläche für den Einsatz. Fotos: Maik Bock

Cheinitz - Doreen Schulze und Maik Bock

Ein etwa zwei Hektar großes Getreidefeld und rund 100 Quadratmeter Waldschonung brannten am Donnerstagabend bei Cheinitz nieder. Der Schaden wird auf zirka 8000 Euro geschätzt, wie die Polizei informiert.

Um 18.12 Uhr wurden die umliegenden Feuerwehren alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte war rasch klar, dass nicht nur das brennende Feld gelöscht werden muss, sondern auch der angrenzende Wald. Außerdem musste das übrige Getreidefeld vor übergreifenden Flammen geschützt werden, berichtete Ulf Kamith, Einsatzleiter, stellvertretender Stadtwehrleiter und Verantwortlicher im Zugbereich Kakerbeck. In die Karten spielte den Einsatzkräften, dass es fast windstill und dass das Getreide noch leicht feucht vom Regen der vorherigen Stunden war. Sonst hätte sich das Feuer schneller ausbreiten können.

Wie Kamith mitteilte, waren mehr als 70 Kräfte mit 14 Fahrzeugen am Einsatzort. An den Löscharbeiten beteiligten sich Aktive der Ortsfeuerwehren Kakerbeck, Cheinitz, Kalbe, Winterfeld und Beetzendorf sowie aus den dazugehörigen Löschgruppen.

Die Einsatzkräfte bildeten zwei Brandabschnitte, einen Abschnitt Wald und einen Abschnitt Straße. Da sich die Brandstelle direkt neben der Bundesstraße 71 befand, wurde diese während des Einsatzes für den Verkehr für etwa eine Stunde voll gesperrt.

Löschwasserversorgung mit Pendelverkehr

Die Straße wurde als Aufstellfläche für die Feuerwehren genutzt. Und sie wurde auf diese Weise auch für den Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen freigehalten, die Löschwasser aus den in Cheinitz und Winterfeld eingerichteten Wasserentnahmestellen zu den Wasserbehältern transportierten.

Zusätzlich wurden die Brandbekämpfer durch den Einsatz zweier Traktoren mit Grubbern und Eggen unterstützt. Das Feuer konnte am Waldrand gestoppt werden. Die Feuerwehren wollten im Anschluss den Flammen nicht die Möglichkeit geben, wieder aufzulodern. So wässerten sie das Areal dort ordentlich, vor allem auch am Waldrand. Die Brandursache ist bislang unklar, teilte die Polizei mit. Wie es scheint, brach das Feuer inmitten des Getreidefeldes aus, denn die Böschung zwischen B 71 und Ackerfläche war nicht betroffen.

In beiden Richtungen kam es auf der Bundesstraße aufgrund der Straßensperrung zum Stau. Zu beobachten war auch, dass Fahrzeugführer ihre Pkw auf der Straße drehten und dadurch die anrückenden Feuerwehren behinderten.

Bei Cheinitz direkt an der Bundesstraße 71 brannte  eine zwei Hektar große Getreidefläche sowie 200 Quadratmeter Waldschonung.
Bei Cheinitz direkt an der Bundesstraße 71 brannte eine zwei Hektar große Getreidefläche sowie 200 Quadratmeter Waldschonung.
Foto: Maik Bock