Genthin l Dass kurz vor 20 Uhr am Sonnabend, 6. Oktobe,r Thomas Barz, Beigeordneter des Landrates und ehemaliger Genthiner Bürgermeister, dem 12-Stunden-Schwimmen die besten Wünsche für einen guten Verlauf auf den Weg mitgab, sollte seine Wirkung nicht verfehlen.

82 Teilnehmer

Am Morgen hatte Andy Gamalski von der DLRG-Ortsgruppe zum Auftakt der Siegerehrung gute Nachrichten parat. Obwohl wie im vergangenen Jahr 82 Teilnehmer an den Start gingen, absolvierten die Starter eine deutlich längere Gesamtstrecke. So wurde die bisherige Bestmarke von 547 Kilometern um 76 Kilometer überboten, so dass in der Endabrechung stolze 623 Kilometer auf das Konto der nächtliche Schwimmer gehen. „Das ist eine Superleistung, wir haben uns deutlich verbessert“, befand Gamalski. „Vielleicht auch mit Rückenwind aus Brandenburg“, mutmaßte er in Anspielung auf etliche Teilnehmer, die aus dem Nachbarland angereist waren. „Alle wollen nach Hause, halten wir uns nicht mit Kleinigkeiten auf“, trieb Gamalski die Siegerehrung voran. Dabei vergaß er allerdings nicht anzukündigen, dass es auch im nächsten Jahr ein 12-Stunden-Schwimmen in der Genthiner Schwimmhalle geben werde.

Einsatz gegen Mitternacht

Wenn bis dahin alles gut geht, wird auch Dirk Meißner aus Genthin wieder den Start gehen. Bisher hat er keine der neun Marathon-Schwimmen ausgelassen. „Mir macht das nächtliche Schwimmen einfach Spaß. Ich schätze die Gesellschaft in dieser Runde“, sagte ein leicht übermüdeter Meißner, der in seiner Altersklasse auf das Siegerpodest steigen konnte. Gegen Mitternacht, nachdem er als Bahnzähler im Einsatz war, hatte er seine Runden gedreht. Seinen Vorsatz, von Jahr zu Jahr seine persönliche Bestleistung zu verbessern, blieb er bei der jüngsten Auflage des 12-Stunden-Schwimmens treu. „Vorher ging es nicht aus dem Becken raus“, schmunzelte er.

Bilder

Auch Peter Staats, er startete in der Altersklasse der über 60-Jährigen, gehört inzwischen zum „Stammpersonal“, das jedes Jahr an den Start geht. „Für mich war es diesmal verdammt hart. Ich habe aber durchgehalten und mein Pensum geschafft. Mit über 60 ist das nicht mehr selbstverständlich. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr fit bin und wieder antreten kann.“

Ein junges Küken

Ein ganz junges Teilnehmer-Küken war mit ihren fünf Lenzen Mathilda Golz, die in Begleitung ihres Vaters das Schwimmen bestritt. „Sie wollte unbedingt dabei sein, da habe ich ihr gern den Wunsch erfüllt“, sagte Mathias Golz. Vater und Tochter kamen nach kurzer Nachtruhe dann am frühen Morgen zur Siegerehrung. Sie wurde vorgenommen durch Genthins Bürgermeister Matthias Günther.

Reibungsloser Ablauf

Gut 30 Helfer der DLRG sorgten die ganze Nacht hindurch für einen reibungslosen Ablauf des Schwimmens inklusive der Versorgung aller Besucher. Die heiße Phase der Vorbereitung wurde erst vor 14 Tagen eingeläutet. „Mittlerweile verfügen wir ja über reichlich Erfahrung“, meinte Elko Bernau von der DLRG, der unmittelbar nach dem 12-Stunden-Schwimmen seinen Dienst als Bademeister antrat. Thomas Barz versprach, für jeden geschwommenen Kilometer einen symbolischen Betrag zu spenden.