Brettin/Genthin l Ein vorsichtiger Schritt nur, aber zu weit – der Kegel fällt um. Im Klassenraum der 7a war ein Hindernisparcours aufgebaut. Eigentlich kein Problem diesen zu durchqueren, aber die Jerichower Regionalbereichsbeamtin Anja Andres stattete die Schüler der Reihe nach mit einer Rauschbrille aus, die einen Alkoholwert von 0,8 Promille simulierte. „Junge Menschen gleichen die verzerrte Wahrnehmung einfacher aus als Erwachsene“, erklärte die Polizeiobermeisterin. Teilnehmerin Antonia schrieb mit der Brille vor den Augen, ihren Namen recht leserlich an die Tafel, aber das Laufen fiel schwerer. „Die Entfernungen stimmen nicht, es ist alles verschwommen“, befand die Schülerin.

Der Parcours war nur eine Station beim Verkehrstag. Andres Kollege Lutz Pelzer saß derweil mit Schülern an einem Computer, an dem eine Fahrradfahrt simuliert wurde. Die Schüler mussten, sobald sie eine gefährliche Situation erkannt hatten, bremsen. „Es war nicht ganz einfach, plötzlich lagen Dinge auf der Straße oder Personen waren zu sehen“, berichtete Florian aus der 7b.

Volle Aufmerksamkeit

„Mit der Simulation können wir zeigen, wie wichtig es ist im Straßenverkehr die volle Aufmerksamkeit auf die Straße zu lenken“, erläuterte Lutz Pelzer. Wie schnell die Sinne auch durch Drogen vernebelt werden können, erfuhren die Schüler von Tobias Rudolph, Fachkraft für Prävention beim DRK. „Die Neugier soll dem Wissen um die Konsequenzen weichen. Wenn sie wissen, was beim Nehmen von Rauschmitteln passieren kann, hält es sie eventuell davon ab, es doch zu probieren“, erläutert er.

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Nicht nur, dass Rudolph im direkten Gespräch über die Gefahren von Drogen im Straßenverkehr aufklärte, er hatte auch eine Ausstellung aufgebaut, die das Thema „Sucht“ behandelte. Unter anderem auch, wie verheerend Drogen auf Dauer wirken. Besonders deutlich konnten die Schüler dies bei synthetischen Drogen wie „Chrystal Meth“ nachvollziehen. Auf einer Tafel war der körperliche Verfall von Süchtigen nachgezeichnet. Ganz praktisch war einige Räume weiter die Erste-Hilfe-Präsentation mit Sabine Lohr vom DRK in Genthin. Nicht nur die stabile Seitenlage, auch der Nutzen einer Rettungsdecke zum Bedecken, aber auch als Unterlage für verletzte Personen, interessierten die Schüler der 9. Klassen.

Der Glaube spielt eine wichtige Rolle im Leben des Paares. So entschieden sie sich für einen Festgottesdienst in der Kader Kirche. Die Vorbereitungen dazu, das Ausschmücken der Dorfkirche, die Gestaltung der Außenanlagen, das übernahm der Förderverein Kader Kirchen mit Siegfried Koch an der Spitze. Rosemarie Gröpler engagiert sich immer noch in diesem Verein und war Gründungsmitglied.

Räder nicht verkehrstauglich

„Wer dort zu schnell anfährt, wirft die Steinchen um“, erläuterte der Genthiner Regionalbereichsbeamte Heiko Möhring. Gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Kliemann warf er auch einen Blick auf die Verkehrstüchtigkeit der Räder. „Das ist eigentlich ein Sportgerät“, befand Kliemann beim Anblick eines BMX-Rades. Auffällig: Eine Reihe von Rädern war nicht verkehrstauglich. „Ich fahre nur in Brettin am Tage“, meine ein Fünftklässler. „Ich mache kein Licht an mein Rad“, sagte ein anderer. „Wir müssen den ein oder anderen dennoch darauf aufmerksam machen, dass man ohne Licht, Reflektoren und Klingel nicht fahren darf.

Manchen „Aha“-Efffekt gab es beim Verkehrssicherheitstag. „Der ist im Lehrplan verankert und wir hoffen, dass die Schüler die ein oder andere Information mitgenommen haben und beherzigen“, zog Lehrer Alexander Drobe ein Resümee. Man habe den Tag auch deshalb sehr umfänglich gestalten können, da es eine Reihe von Koopertionspartnern gab.