Heimatfotorätsel

An die ehemalige Gaststätte Deicke an der Bundesstraße 1 haben viele Genthiner Erinnerungen

Beim Heimatfotorätsel war diesmal die ehemalige Gaststätte der Familie Deicke an der Bundesstraße 1 am Abzweig nach Wiechenberg gesucht. Alle Anrufer und Mail-Schreiber haben sie richtig erkannt und wussten etwas über sie zu erzählen.

Von Susanne Christmann
Die ehemalige Gaststätte an der B 1 zwischen Parchen und Genthin am Abzweig nach Wiechenberg heute.
Die ehemalige Gaststätte an der B 1 zwischen Parchen und Genthin am Abzweig nach Wiechenberg heute. Foto: Susanne Christmann

Genthin - Über das bei unserem Heimaträtsel gesuchte Gebäude an der Bundesstraße 1 gegenüber des Abzweigs nach Wiechenberg - die Gaststätte Deicke - wusste Günther Schulenburg - 2020 verstorbener Ortschronist von Parchen - zu berichten: „Nach Wandertagen haben wir oft dort angehalten und mit den Schülern eine Brause getrunken.“ Auch von Tanzveranstaltungen und Hochzeitsfeierlichkeiten erzählt Schulenburg. „Auch auf dem Weg zum Fußball haben wir oft in Wiechenberg Halt gemacht.“ Objekt der Begierde: eine Molle Bier. „1910 wurde das Gebäude vom Bauherrn Hesse errichtet. Gaststättenbesitzer war Otto Bühring, später Otto Schröder und ab 1926 Werner Deicke.“ Laut Schulenburg ist das Wohnhaus ein Putzbau mit Ziegeleindeckung und einem Erker. „Das Torhaus wurde 1950 angebaut, rechts der Gaststätte befand sich der Saal.“ Im Besitz der Familie von Werner Deicke sei das Lokal bis 1984 gewesen. Es gab dort Bockwurst, Bier, Wein und Brause. Die letzte Cola hat Schulenburg dort 1984 getrunken.

Während sich der Ortschronist Günter Schulenburg besonders an die Molle Bier bei Deickes erinnert, schreibt H. Kassburg: „Das ist dieGaststätte Deicke in Wiechenberg. Dort sind wir als Jugendliche mit dem Moped zum Bockwurstessen und Cola trinken fast jeden Tag aus Genthin hingefahren“.

Unser Leser Alfred Jansky hat wieder gedichtet: „Das ist genau zwischen Parchen und Genthin / rechts geht’s nach Wiechenberg dann rin / linksseitig siehst du dann dies Haus. / Es sieht jetzt etwas anders aus. / Einst Kneipe, die gibt es heut nicht mehr / ist auch schon eine Weile her. / Ein neuer Radweg führt vorbei / Umweltschützer waren auch dabei / und Klaus, ein Blasmusikusdirigent, / wohnt hier, den ein jeder kennt.“

Die Gebäude der ehemaligen Gaststätte an der B 1 sehen heute viel hübscher hergerichtet aus als auf dem historischen Foto.“

Doris Schulenburg, Parchen

Auch Werner Dossmann  aus Parchen, heute 67 Jahre alt, hat das Wohn- und Geschäftshaus an der Bundesstraße 1 am Abzweig nach Wiechenberg sofort erkannt. Als Kinder, berichtet er am Volksstimme-Telefon, seien sie immer von Parchen nach Genthin gefahren, um dort Pferdewurst zu kaufen. Auf dem Rückweg hätten sie dann meistens bei Deickes Halt gemacht, um sich Bratwurst und Brause schmecken zu lassen.

Doris Schloth aus Parchen weiß ebenfalls, dass auf dem historischen Foto unseres Rätsels die Deickesche Gastwirtschaft abgebildet ist. Auch wenn sie eine Zugezogene aus Salzwedel sei, wie sie am Volksstimme-Telefon betont. Sie befindet aber, dass die Gebäude an der B 1 heute viel hübscher hergerichtet aussehen als auf dem historischen Foto. Was sie in begeister, ist die Aussicht, dass sie bald den neu gebauten Radwegen zwischen Parchen und Genthin entlangradeln kann.

Als Gewinnerin der Überraschungstasse wurde Doris Schloth auserkoren. Sie kann in der Redaktion, Magdeburger Straße 10, abgeholt werden.

Die Gaststätte an der Bundesstraße 1 gegenüber des Abzweiges nach Wiechenberg auf  dem historischen Foto.
Die Gaststätte an der Bundesstraße 1 gegenüber des Abzweiges nach Wiechenberg auf dem historischen Foto.
Foto: Kreismuseum Genthin