Neuenklitsche l Besinnlich und stimmungsvoll wurde die Ausstellungseröffnung mit Arbeiten in Papier und zarten Textilien in der Neuenklitscher Kirche eingeläutet. Die Künstlerin Doreen Stenzel zeigt luftige und leichte Raum-Licht-Objekte und Installationen, die feinfühlig in die Kirche integriert, den Besuchern Fantasie und Bewunderung gleichermaßen abverlangen. Die ausgestellten Werke brauchen mehr als einen flüchtigen Blick, um zur Geltung kommen zu können.

Ruhe des Raumes nutzen

Doreen Stenzel, die konfessionell nicht gebunden ist, zeigte sich schon im Vorfeld der Ausstellung gespannt, wie ihre Arbeiten in der Kirche wirken würden. Die Ruhe und Stille in dieser schlichten Kirche, sagte sie beim Aufbau der Ausstellung, strahlten auch auf ihre Arbeiten aus, sodass meditative und spirituelle Stimmungen erzeugt würden.

Pfarrer Johannes Möcker brachte bei der Vernissage in seinen einleitenden Worten zum Ausdruck, dass die Ausstellung den Besucher einlade, die Welt anders zu betrachten. Menschen, die in die Neuenklitscher Kirche kommen, sagte er in Anspielung auf den Titel der Ausstellung, sollen mit dieser Präsentation ein „Stückchen Himmel erfahren dürfen“.

Bilder

Tradition soll fortgesetzt werden

Die Künstlerin, eine gebürtige Bitterfelderin, ist seit 2010 freiberuflich tätig und unterhält seit drei Jahren in Potsdam ein Atelier. Über private Kontakte zur Familie Hertwig ergab sich nach einer Ausstellung zur Eröffnung der Heilpraktikerpraxis von Katrin Hertwig in Genthin nun auch die Möglichkeit, in der Dorfkirche ihre Arbeiten zu präsentieren.

Doreen Stenzel lud die Besucher der Vernissage ein, die von ihr geschaffenen Planeten, Sterne und Sonnen einer genauen Betrachtung zu unterziehen und sie auf sich wirken zu lassen. Sie wünschte den Gästen dabei die gleiche Freude, die sie empfinde, wenn sie in den Garten gehe und dabei die Natur auf ihrer Haut fühle. Katrin Hertwig, die die Ausstellung über den Gemeindekirchenrat organisierte, verwies darauf, dass die aktuelle Ausstellung an die Ausstellung vor zwei Jahren, die Hobbykünstler aus Klitsche bestritten, anknüpfe.

 „Wir wollen diese Tradition fortsetzen“, kündigte sie an. Die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates wies im Verlaufe der Vernissage auf eine derzeit laufende Spendenaktion hin, deren Erlöse der dringenden Holzwurmbekämpfung in der Kirche zu Gute kämen. Auch die Ausstellung sei in diese Aktion eingebunden.

Workshop im Oktober

Im Zusammenhang mit der Ausstellung bietet die Kirchengemeinde Neuenklitsche einen Workshop mit der Künstlerin Doreen Stenzel an, der mit dem Titel „Windfische“ überschrieben ist.

Mit Peddigrohr und Naturpapier sollen dann individuelle Windfische gefertigt werden. Sie werden dann in Gemeinschaftsarbeit harmonisch geordnet und zusammengefügt, so dass ein Mobilé für die Gemeinderäume entsteht.

Der Workshop wird am Sonnabend, 28. Oktober, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr im Neuenklitscher Betsaal, Dorfstraße 60, stattfinden. Die Teilnehmerzahl ist alelrdings auf maximal zehn Personen begrenzt. Eine kostenlose Teilnahme wird ermöglicht durch die Förderung durch das Bundessprogramm „Demokratie leben!“. Die Anmeldung übernimmt Katrin Hertwig unter der Telefonnummer 03933/94 82 27 25.

Die Ausstellung wird bis zum 31. Oktober, jeweils am Wochenende, zu besichtigen sein. Den Schlusspunkt setzt am Reformationstag ein festliches Bläserkonzert um 15 Uhr in der Kirche.