DLRG

Badesaison beginnt verhalten

Der Zabakucker See wird wieder von den Genthiner Lebensrettern bewacht. Der Auftakt gestaltete sich allerdings ruhig.

Genthin/Zabakuck l „In den ersten Tagen war es ziemlich ruhig“, resümierten Lilly Banse und Adrian Frenzel von der Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG). Viele wüssten noch gar nicht, dass man baden darf. In der Tat hat sich aufgrund der Corona-Bestimmungen der Start der Badesaison von Mitte Mai auf Ende des Monats verschoben.

Allerdings waren die DLRG-Mitglieder schon Anfang Mai fit für die neue Saison. „So wie eine Freigabe erfolgt, werden wir vor Ort sein. Das ist unser Auftrag und dem wollen wir auch nachkommen“, hatte Elko Bernau vor Wochen deutlich gemacht. Er koordiniert in Zabakuck seit vielen Jahren den Einsatz der Rettungsschwimmer. Und die werden von nun an wieder regelmäßig im Einsatz sein. „Bis zu den Sommerferien sind wir wahrschheinlich jedes Wochenende vor Ort“, schätzt Adrian Frenzel. Davon würde nur abgesehen, wenn die Wetterprognose deutlich kalt ausfallen würde.

An Pfingsten steigerte sich die Sommertemperaturen nach und nach. Waren es Freitag und Sonnabend 20 und 21 Grad, kletterte das Thermometer am Pfingstmontag auf 24 bis 25 Grad. Die DLRG Mitglieder bewegten sich in einem abgetrennten Bereich rund um den Aufsichtsturm. „In diesem Bereich müssen unsere Mitglieder keine Schutzmaske tragen“, erläuterte Elko Bernau. Die Fläche sei so berechnet, dass sowohl der Turm, der Gerätebereich, als auch das Wasser zum Messen der Wassertemperatur erreichbar seien. 19 Grad Wassertemperatur wurden am Sonntag gemessen.

„Das ist uns zu kalt“, fanden Besucherinnen aus einer Gästegruppe aus Colbitz (Börde). Sie waren mit drei Familien aus sechs Erwachsenen und fünf Kinder über Pfingsten zum Campingurlaub in Zabakuck und nutzten den warmen Pfingstsonntag für ein Sonnenbad auf dem Handtuch am Strand.

Der See und das Gelände bekomme in einschlägigen Bewertungsportalen und Fachmagazinen seit langem gute Noten, daher habe man sich für den Trip entschieden.

Dass die Vorgaben den Bade- oder Campingspaß einschränkten, fanden die Besucher nicht. „Das Wasser ist klar, der Sand fast wie an der Ostsee, das ist das Wichtigste, die paar Abstandsregeln machen uns nichts aus“, zeigten sich die Besucher zufrieden. Und einer der jüngsten in der Runde, kündigte an: „Ich gehe nachher noch ins Wasser, mir ist das nicht zu kalt.“ In Zabakuck wird also wieder gebadet.

Und auch auf dem Gelände war die Laune der Gäste rund um die zahlreichen Wohnwagen und Zelte bestens. „Das Wetter ist gut und wir haben einen schönen Platz“, meinte ein Camper aus der Altmark, während er Tische und Stühle aufstellte. Er sei mit der Familie bereits in den vergangenen Jahren in Zabakuck gewesen, so anders sei es in diesem Jahr gar nicht. „Im Moment sind der Strand und der See auch nicht so überlaufen, als dass man den Abstand nicht einhalten könnte, das geht schon.“

So viel Umsicht und Pragmatismus, freute die neue Geschäftsführerin Cornelia Borner, die in ihrer ersten Saison gleich ganz besondere Herausforderungen meistern muss. „Ich muss mich bei den Gästen bedanken, denn ohne deren Unterstützung bei der Einhaltung der Hygieneregeln würden wir den Betrieb nicht gestemmt bekommen.“

Insgesamt sei das Pfingstaufkommen sehr gut gewesen. „Der Badebetrieb muss natürlich erst einmal anlaufen, aber es sind eine Reihe von Campinggästen auf dem Gelände.“ Die Resonanz auf dem Campingplatz sei gutes Signal für die anlaufende Saison. „Man konnte vorher nicht absehen, ob den Leuten in diesem Jahr nach Urlaub ist, aber wir werden gut nachgefragt und sind zufrieden.“

Genau wie die DLRG-Wachen. „Es gab keine Probleme am See, es war ein ruhiger Auftakt“, resümierte Adrian Frenzel das Pfingstwochenende.