Genthin lMit einer kleinen Zeremonie ist der Parkplatz an der Bahnhofstraße eröffnet worden. Entstanden sind auf der Fläche an der Kreuzung 13 Parkplätze für Autos, ein Behindertenparkplatz sowie zwei Kradparkplätze. Ins richtige Licht wird die Fläche durch vier Solarleuchten, die am Donnerstagnachmittag nachgerüstet worden.

14 Autostellplätze am Bahnhof

Eröffnet wurde die Fläche durch Vertreter der Genthiner Stadtverwaltung, Vertretern der Fraktionen im Stadtrat, Planerin Dörthe Betge-Steffens und den Chefs der Genthiner Baufirma Buchheister mit einem symbolischen Durchschneiden eines Absperrbandes. Danach wurden offizielle Gäste und Schaulustige verköstigt, sodass fast ein wenig Partystimmung am Vormittag aufkam. Jedoch stand die nunmehr fertiggestellte Baumaßnahme im Vordergrund. „Wir hatten Glück mit dem Wetter und haben die Fläche, wie geplant herstellen können“, zog Tobias Buchheister Bilanz.

Gebaut wurde von Ende August bis Ende November. Verbaut wurden rund 140 000 Euro. „Die Parkplätze sollen den Bereich rund um den Bahnhof entlasten und das Pendeln mit Bus und Bahn attraktiv machen“, sagt Bürgermeister Matthias Günther. Denn bereits eine Befragung seines Amtsvorgängers Thomas Barz, brachte das Ergebnis, dass sich Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs mehr Parkplätze am Bahnhof wünschen. Denn insbesondere in den Morgenstunden, sind die Flächen an der Bahnhofstraße stark ausgelastet, auf der anderen Seite an der Bebelstraße zumindest zeitweise.

Massive Kritik viele Genthiner

Daher reifte vor einigen Jahren, die Idee der Stadtverwaltung, neue Stellflächen zu schaffen, auch um das Parken am Straßenrand zu verringern. Doch die erste Planung für Abstellflächen in dem kleinen Parkgelände stieß zum Teil auf massive Kritik vieler Genthiner.

Anfang 2017 gingen bei der Volksstimme zu diesem Thema zahlreiche Meinungsäußerungen von Lesern ein und es entspann sich eine der umfangreichsten Leserdiskussionen zum für und wider dem Parkplatzbau, wie es sie lange nicht gab. Erst ein Kompromissvorschlag des CDU-Stadtratsvorsitzenden gab den Ausschlag für eine Einigung in den städtischen Gremien. Mangelsdorf zeigte sich während der Eröffnung auch durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. „Man ist nicht ganz meinem Vorschlag gefolgt, auch ist anders als von mir vorgeschlagen, die Fläche fest gepflastert, aber ich denke, dass man mit dieser Variante gut Leben kann.“

Heike Maiwald von der Stadtverwaltung erläuterte: „Der Randbereich ist begrünt, dadurch können wir Regenwasser auffangen.“ Eine Frage, die viele Genthiner immer noch bewegt hat, war: „Warum kann der auf der gegenüberliegenden Seite befindliche ‚Straßenstummel‘ nicht zum Parken genutzt werden?“ Heike Maiwald sagt dazu: „Der Bereich des Fußweges und der Straße gehört nicht komplett der Stadt, sondern zum Teil auch der Bahn.“

Diese nutze diesen Bereich als Ausweichfläche am Rand der Gleisanlage. „Zudem befindet sich daneben der Eingang zum Fußgängertunnel, der nicht zugeparkt werden kann.“ Dieser könnte in einer Notfallsituation für Rettungskräfte relevant werden.