"Wetterfrosch" Lothar Heller blickt auf Winter-Extreme der vergangenen Jahre zurück

Fast minus 17 Grad: Vor 15 Jahren waren\'s sogar minus 22

Neuderben (sta) l "Wartet mal ab..." hatte Lothar Heller allen gesagt, die Mitte Januar schon meinten, nun würde es keinen richtigen Winter mehr geben. Und der erfahrene Hobby-"Wetterfrosch" aus Neuderben behielt recht: Die Kälte hat uns voll im Griff, und das soll auch noch eine Weile so bleiben, und auch weiteren Schnee soll es noch geben - eventuell auch bei uns.

Gestern früh hatte Lothar Heller minus 16,6 Grad Celsius an seiner Wetterstation auf dem Hof gemessen - eine Temperatur, die mit jenen der kältesten Winter der vergangenen zwanzig Jahre durchaus mithalten kann. Minus-Rekord in seinen Mitte der 90er Jahre beginnenden Aufzeichnungen seien minus 22 Grad am 2. Januar 1997 gewesen, berichtet Lothar Heller. "Wir waren zu dieser Zeit in Bayern, und unsere Tochter hat hier das Thermometer abgelesen. Wir hatten dort minus 25 Grad. Da sind sogar die alkoholfreien Getränke im Bus eingefroren!"

Der zweittiefste Wert sei minus 18 Grad am 23./24. Januar 2006 gewesen, und dann 2009 am 20. Dezember minus 17 Grad - zugleich tiefster Wert innerhalb der längsten duchgängigen Frostperiode seiner Aufzeichnungen, die vom 13. Dezember 2009 bis 27. Februar 2010 andauerte.

Wenn auch viele Leute längst auf Frühling eingestellt waren und nun unter der Kälte stöhnen - für das Gleichgewicht der Natur ist ein ordentlicher Winter wichtig, weiß auch Lothar Heller. Wie viel von den teils schon weit ausgetriebenen Pflanzen Schaden davon tragen, wird sich zeigen. "Es war das erste Mal, dass die Schneeglöckchen vorm Haus schon zwischen Weihnachten und Neujahr weiße Spitzen gezeigt haben", berichtete Lothar Heller. "Das gab es noch nie!"