Altenklitsche l Altenklitsche war am Freitagabend mit der Einweihung des lang ersehnten neuen Feuerwehrgerätehauses, einem Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus, in Feierlaune.

Der überalterte und beengte Vorgängerbau, Altenklitscher reden mittlerweile von ihrem „Hexenhaus“, ist damit durch ein modern ausgestattetes Gebäude abgelöst worden, das den gesetzlichen Anforderungen Genüge tut.

Das Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 320.000 Euro wurde durch das Land Sachsen-Anhalt zu 50 Prozent gefördert. Dass dazu ein zweiter Anlauf nach einem abschlägig beschiedenen Fördermittelantrag im Jahr 2017 notwendig war, brachte unter anderem auch der Jerichower Bürgermeister Harald Bothe in Erinnerung. Die Feuerwehr in Altenklitsche habe bisher die schlechtesten baulichen Bedingungen unter den Wehren der Region gehabt, so dass hier - in der Analyse der Feuerwehrunfallkasse - dringender Handlungsbedarf bestand. Dies umso mehr, als dass Altenklitsche ein „Knotenpunkt“ in alle Richtungen für die Einheitsgemeinde Jerichow darstelle. Die Fertigstellung des neuen Gerätehauses stelle, resümierte Bothe, „einen großen Schritt nach vorn“ dar. Der Bürgermeister betonte, dass der Jerichower Stadtrat stets hinter dem Vorhaben gestanden habe.

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Wenn auch noch kleinere Arbeiten an dem Anbau erledigt werden müssen, war es den Altenklitschern wichtig, die feierliche Schlüsselübergabe punktgenau am 13. Dezember zu vollziehen. Denn mit dem 13. Dezember verbindet sich für die Altenklitscher Feuerwehrgeschichte, wie Wehrleiter André Best allen Anwesenden in Erinnerung rief.

Am 13. Dezember 1949 sei das Feuerwehr-Spritzenhaus, der Vorgänger des neuen und längst überfälligen Gebäudes, eingeweiht worden.

Ablehnung

Am 13. Dezember 2017 hätten die Altenklitscher die Ablehnung des ersten Fördermittelantrages erhalten. Taggenau ein Jahr später, am 13. Dezember 2018, wäre die lang ersehnte Bewilligung des zweiten Fördermittelantrages eingetroffen. Und am 13. Dezember habe er den Lehrgang zum Leiter einer Feuerwehr abschließen können, ergänzte der Wehrleiter schmunzelnd.

Alle redeten vom Ehrenamt, doch eine bessere Würdigung des Ehrenamtes als die Förderung des Altenklitscher Bauvorhabens gebe es nicht, sagte Jerichows Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig.

Glückwünsche an die Alterklitscher richteten Detlef Radke (CDU) in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter, Mario Strübing, stellvertretender Kreisbrandmeister, befreundete Ortsfeuerwehren, der Genthiner Schützenverein und Klitscher Vereine.

Die Altenklitscher Feuerwehr zählt derzeit 20 Aktive. Bei insgesamt 80 Einwohnern ist damit rein rechnerisch jeder vierte Einwohner Mitglied der Feuerwehr.