Rund um die Uhr in Alarmbereitschaft

Genthiner Ortswehren gut gerüstet für die neue Waldbrandsaison

Genthiner Feuerwehrleute Ende August 2020 beim Löschen eines brennenden Holzpolters.
Genthiner Feuerwehrleute Ende August 2020 beim Löschen eines brennenden Holzpolters. Foto: Michael Voth

Genthin - Von Susanne Christmann

Die Waldbrandsaison beginnt, erklärt Feuerwehrleiter Achim Schmechtig in einem Gespräch mit der Volksstimme, für die Genthiner Feuerwehrleute sonst eigentlich schon Ende April. Diesmal habe aber der feuchte Mai diesen Beginn nach hinten geschoben. Dass jetzt der Kreiswaldbrandschutzbeauftragte Peter Sültmann mit der fünf die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen hat, sei, so Schmechtig, abzusehen gewesen. Da der Landkreis Jerichower Land zu den am meisten durch Waldbrände gefährdeten Gebieten zähle und deshalb in die höchste Gefährdungsklasse A eingeordnet ist, seien die Genthiner Feuerwehrleute ohnehin sensibilisiert und vor allem speziell im Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge (IBK) für das Löschen von Waldbränden ausgebildet.

Ausrücken mit 10 000 Litern Wasser

Ansonsten, so Achim Schmechtig, „sind wir ohnehin immer in Alarmbereitschaft, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr“. Egal, ob es brenne, Unwetterschäden zu beseitigen oder Unfallopfer zu bergen seien. Um bei Waldbränden gut gerüstet zu sein, sei ja vor einiger Zeit das Großtanklöschfahrzeug angeschafft worden. Da könne man schon mal mit 10.000 Litern Wasser zu einem Waldbrand ausrücken.

Das vergangene Jahr sei, so Achim Schmechtig, mit lediglich 15 Einsätzen bei Wald- und Vegetationsbränden für alle neun Genthiner Ortsfeuerwehren ein mageres Jahr gewesen. 2018 und 2019 habe es weit mehr Einsätze gegeben. Wie es 2021 werde, darüber wolle er nicht spekulieren. Wie immer seien die Genthiner Wehrleute für alle Eventualitäten gerüstet. Für die frühzeitige Erkennung eines Waldbrandes hilfreich sei die auf dem Genthiner Wasserturm installierte Kamera. Durch die Kopplung mit einem digitalen Kartensystem können die Forstwirte, die an den Überwachungsbildschirmen sitzen, den Brand genau orten und, wenn nötig, Feuerwehr und Rettungskräfte schnell und sicher dorthin lotsen.

Empfehlung: derzeit gar nicht in den Wald

Bei Waldbrandgefahrenstufe fünf besteht sehr hohe Waldbrandgefahr. Es gilt Rauchverbot im Wald und bis zu 15 Meter ab Waldrand. Außerhalb der Wege darf der Wald nicht betreten werden. Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt empfiehlt derzeit auf seiner Internetseite, den Wald gar nicht zu betreten.