Zabakucker See

Genthiner Rettungsschwimmer bereiten sich auf Badesaison 2021 vor

Die Genthiner Rettungsschwimmer bereiten in Zabakuck die Badesaison vor. Wann sie kon kret startet, ist allerdings noch ungewiss.

Die Genthiner DLRG-Mitglieder bereiteten am Sonnabend den  Zabakucker Kiessee für die Saison vor.  Hier richten sie die Abgrenzung für die Nichtschwimmer-Bereich vor, die später aufgespannt wurde.
Die Genthiner DLRG-Mitglieder bereiteten am Sonnabend den Zabakucker Kiessee für die Saison vor. Hier richten sie die Abgrenzung für die Nichtschwimmer-Bereich vor, die später aufgespannt wurde. Foto: Simone Pötschke

Zabakuck/Genthin - Von Simone Pötschke

Gäbe es Corona nicht, wäre am Sonnabend wie überall in Deutschland auch am Zabakucker Kiessee der offizielle Startschuss für die Badesaison gefallen. Wann genau das Baden in öffentlichen Gewässern wieder erlaubt wird, kann derzeit niemand voraussagen. Es bleibt das Prinzip Hoffnung, meint jedenfalls Cornelia Borner, Chefin des Zabakucker Touristenzentrums.

Anders sehen dies auch nicht die Genthiner Rettungsschwimmern der DLRG, die hier seit Jahren zuverlässig einen sicheren Badebetrieb garantieren. Sie hatten sich am Sonnabend punkt 10 Uhr zu einem ganztägigen Arbeitseinsatz am Kiessee verabredet. Der ist stets vor dem Saisonstart gesetzt, um nach der Winterpause notwendige Vorbereitungen zu erledigen. Elko Bernau und Andy Gamalski vom Ortsgruppen-Vorstand trafen dabei auf motivierte Mitstreiter. Kein Wunder. Seit November gibt dieser Arbeitseinsatz den Rahmen für das erste persönliche Zusammentreffen in dieser Runde. „Wir haben selbstverständlich versucht, insbesondere mit unseren jüngeren Mitgliedern in Kontakt zu bleiben, aber es ist schwer“, sagt Andy Gamalski.

Training ist gegenwärtig nicht möglich

Zwar wäre der Trainingsbetrieb für die die DLRG-Mitglieder laut aktueller Coronaverordnung unter Beachtung von Hygiene-Vorschriften grundsätzlich erlaubt. Doch aufgrund der Schließung der Genthiner Schwimmhalle ist dies seit etlichen Monaten dann doch nicht möglich.

Allein bei dem Arbeitseinsatz endlich wieder am Wasser, oder zumindest am Ufer, sein zu können, beflügelte die Rettungsschwimmer deshalb schon etwas. „Auf jeden Fall wollen wir den Badebetrieb auch in dieser Saison absichern“, versicherte Andy Gamalski. „Wir bleiben trotz Corona bei der Stange. Wenn auch noch Vieles im Ungewissen liegt und etliche Fragen mit der Leiterin des Touristenzentrums abgesprochen werden müssen.“

Bevor die Badegäste kommen können, bedurfte es, ob nun mit oder ohne Corona, vieler kleiner, vielleicht auch belanglos erscheinender Arbeiten. Andy Gamalski war so fürs Erste damit beschäftigt, altes, verrottetes Laub aus dem Uferbereich des Kiessees zu fischen, während sich ein kleines Team um Elko Bernau daran machte, den Nichtschwimmerbereich abzugrenzen. Bei 15 Grad Wassertemperatur ging das nicht, ohne in Wathosen zu schlüpfen oder Neoprenanzüge anzulegen.

Nach den Niederschlägen der vergangenen Tage hat im Nichtschwimmerbereich der Wasserstand eine Höhe von 1.42 Meter erreicht. Das sei für den Kiessee extrem hoch, meint Elko Bernau.

Unterstützung durch die „Edelkrebse“

Erstmals blieb im zurückliegenden Winter die Plattform im Wasser. Durch die neu aufgesetzten Aufbauten sei sie sehr schwer geworden, so dass ein Einholen schwierig geworden wäre, erklärt Cornelia Borner. Dass die gesicherte Plattform schadlos über den Winter gekommen ist, konnten am Sonnabendnachmittag drei Taucher der „Edelkrebse“ feststellen, die die Plattform nach einer Kontrolle wieder für funktionsfähig erklärten.

Die Rettungsschwimmer konnten ihren Arbeitseinsatz am Nachmittag in der Gewissenheit beenden, alles Notwendige für den Saisonstart getan zu haben. Der Strand wurde noch mal geebnet, der Flagenmasten heruntergenommen und die Schnürungen in Ordnung gebracht, letztlich wurde der DLRG-Aussichtsturm einsatzbereit hergerichtet und mit notwendigem Sanitätsmaterial ausgestattet. Adrian Frenzel war damit beschäftigt, Bojen in Schuss zu bringen. Trotzdem kann nicht alles wie sonst üblich laufen. So gebe es noch keinen Einsatzplan für die Rettungsschwimmer, sagt Elko Bernau. „Wie auch, wann und wie es losgeht, wissen wir noch nicht.“

Dennoch bleibt der Einsatzleiter optimistisch, dass es keine personellen Engpässe geben wird, um den Badebetrieb absichern zu können. Auch wenn es - wie in jedem Jahr - Veränderungen durch Studium und Ausbildung bei den jungen Rettungsschwimmern gegeben hat.

Elko Bernau zeigt mit einem Thermometer auf die aktuelle Wassertemperatur, die 15 Grad beträgt.
Elko Bernau zeigt mit einem Thermometer auf die aktuelle Wassertemperatur, die 15 Grad beträgt.
Foto: Simone Pötschke