Genthin l Erste Schritte für den Abriss des Hauses II wurden bereits eingeleitet und Absperrungen errichtet. Eine Nachfrage bei der Pressestelle des Landkreises Jerichower Land ergab, dass im Vorfeld des geplanten Abrisses die so genannte unterirdische Wirtschaft neu geordnet werden soll. Damit werden alle Zuleitungen bezeichnet, die die Schule etwa mit Strom und Wasser versorgen.

Anschlüsse laufen in Haus II zusammen

„Derzeit befindet sich die Mehrzahl der Hausanschlüsse, also elektrische Energie, Gas, Trinkwasser und Abwasser, für die gesamte Liegenschaft und die hierauf errichteten Gebäude im Haus II, auch die bisherige Wärmeversorgung“, erläutert Kreissprecherin Claudia Hopf-Koßmann. Das bedeutet: Sowohl die beiden Schulgebäude als auch die Sporthalle werden zentral über Haus II versorgt.

Vor dem Abriss des Haus II sollen nun sämtliche, dort zusammenkommende Hausanschlüsse zurückgebaut und in das Haus III umverlegt werden. „Die derzeit durchgeführten Baumaßnahmen auf dem Schulgelände dienen der Neuverlegung der Nahwärmeleitung zur Wärmeversorgung der Sporthalle – ausgehend vom Gebäude III.“

Leitungen werden erneuert

Gleichzeitig werde die Energie- und Trinkwasserversorgung der Sporthalle neu hergestellt. „Außerdem muss im Vorfeld des Neubaus geklärt werden, inwieweit die vorhandene Schmutzwasser-Grundleitung im Bereich der Häuser II und III auch künftig für die Anbindung der örtlichen Gebäude und zur Ableitung des anfallenden Schmutzwassers geeignet ist.“

Aus diesem Grund sei die Schmutzwasserleitung gereinigt, anschließend befahren und zur Feststellung des Leitungsverlaufes geortet worden. Grund dafür war, dass die Schmutzwasserleitung während der Baumaßnahme nach Möglichkeit unbeschädigt in Betrieb gehalten werden soll.

Neubau bis 2021

Es ist noch ein langer arbeitsintensiver Wege, der nun zu beschreiten ist. Denn Landrat Steffen Burchhardt (SPD) hat das ehrgeizige Ziel gesteckt, dass das Genthiner Bismarck-Gymnasium zum Schuljahr 2021/22 einen Neubau bekommt. Dieser wird mit Kosten in Höhe von 6,2 Millionen Euro veranschlagt. Beim Land werden Fördermittel in Höhe von 2,73 Millionen Euro beantragt. Entstehen sollen in dem Gebäude sechs Fachkabinette und acht Unterrichtsräume sowie eine Mensa, Lehrerzimmer und Nebenräume. Auch soll es mit Haus III verbunden werden.

Lehrer, Eltern und Schüler würden aber auch beim Neubau in Genthin intensiv eingebunden. Und das nicht nur, bis der Architekt seinen Entwurf fertiggestellt hat, sondern „bis die letzte Farbe abgestimmt ist“. Die Identifikation mit dem Neuen sei dann größer.

Kein einfacher Weg

Und wenn man wisse, worauf man sich freue, sei auch die Wartezeit leichter zu ertragen. „Und ich weiß, dass es nicht einfach sein wird“, sagte der Landrat. Um die fehlenden Klassenräume zu kompensieren, würden Kapazitäten in den bestehenden Gebäuden geschaffen, außerdem auf Standorte der Verwaltung in Genthin wie das Kreishaus ausgewichen.

Der Zeitplan sieht vor, mit dem Abriss des alten Hauses 2 den Neubau im Frühjahr kommenden Jahrs zu beginnen.