Veranstaltung

In Genthin laufen die Vorbereitungen für den nächsten Spee-Cup

Termin für die 30. Auflage im September steht. Umleitungen auf den Straßen in Richtung Brandenburg werden wie in vorangegangenen Jahren eingerichtet.

Von Mike Fleske 06.07.2021, 16:24
Den Spee-Cup in der Innenstadt von Genthin gibt es Anfang September.
Den Spee-Cup in der Innenstadt von Genthin gibt es Anfang September. Archivfoto: Björn Richter

Genthin - Genthin und Radsport, das ist eine traditionsreiche Verbindung, die mit Namen von einst, wie Norbert Dürpisch und Bernd Dittert oder von heute wie Hannah Steffen oder Jette und Alma Rasch verbunden ist. Genauso traditionsreich ist die Ausrichtung des „Spee-Cups“ durch den Genthiner Radsport Club (GRC).

„In diesem Jahr ist der nunmehr 30. Spee-Cup geplant“, sagt der stellvertretende Vereinschef Tobias Buchheister. Wie bereits im vergangenen Jahr stehe die Veranstaltung wieder unter dem Einfluss von Corona.

Hoffnung auf entspanntere Corona-Lage bei Veranstaltern

2020 war dabei besonders auffällig, dass mit viel Abstand gearbeitet wurde, auch in den Zuschauerreihen. Zudem gab es die sonst sehr zelebrierten Siegerehrungen nicht, sondern die Gewinner mussten sich ihre Medaillen einzeln von einem Tisch abholen. Vielleicht lässt die etwas entspanntere Corona-Lage in diesem Jahr wieder mehr Nähe zu.

Eine Hoffnung, die auch Tobias Buchheister äußert. „Wir hoffen, dass die Situation so ist, dass wir ohne größere Einschränkungen die Veranstaltung durchführen können.“ Man sei in den Absprachen mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) sowie Landkreis und Stadt.

Geplant ist der Spee-Cup in diesem Jahr am Sonntag, 5. September. „Das Programm wird ähnlich sein wie im vergangenen Jahr“, kündigt Peter Pagels, Koordinator Straße im Bund Deutscher Radfahrer an. Unter anderem werde es wieder wie in den Vorjahren die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren geben. Diese war im vergangenen Jahr aufgrund von Corona ausgesetzt worden.

Einzel- Paar- und Mannschaftsfahren in der Planung

Somit kehrt auch an dieser Stelle wieder ein wenig Normalität auf die Genthiner Straßen zurück. Denn insbesondere das Mannschaftsfahren ist ein Publikumsmagnet für Innenstadtbesucher. Aber es gibt noch mehr.

„Wir sind mit der Ausrichtung diverser Deutscher Meisterschaften im Einzel-, Paar- und Mannschaftszeitfahren beauftragt worden“, fügt Tobias Buchheister hinzu. Die Planung dafür ist im vollen Gange. Man sei in den Absprachen mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) sowie Stadt und Landkreis.

Letzterer hat die Absprachen mit den Brandenburger Nachbarn, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark in der Hand, um die Streckenführung auszuarbeiten. Denn vom Renntag in Genthin sind auch Brandenburger Straßen und Orte betroffen. Für das Rennen werden weiträumige Straßensperrungen, wie bereits in den vorangegangenen Jahren notwendig.

Sperrungen in der Innenstadt

Gesperrt wird am 5. September morgens ab der Bahnhofstraße in Genthin. Die Brandenburger Straße ist nicht für den Autoverkehr befahrbar, vor dem Kreishaus befinden sich Start und Ziel des Rennens.

Zudem sind mehrere Nebenstraßen in der Innenstadt nicht zu nutzen. Entlang der Strecke wird zudem ein absolutes Parkverbot eingerichtet. Das bedeutet, dass Autos dort vor dem Rennen weggefahren werden müssen.

Richtung Brandenburg wird es eine Umleitung ab Genthin über Karow, Zitz und Rogäsen geben. Die Autofahrer kommen hinter Bensdorf auf die B 1. „Die Streckenführung entspricht dem, was wir auch schon in den vergangenen Jahren gemacht haben“, sagt Tobias Buchheister.

In der Vergangenheit waren 400 Teilnehmer am Start

In die abgesperrten Bereiche dürfe dann auf keinen Fall mit dem Auto gefahren werden. Die Fahrer sind auf der Strecke mit Spitzengeschwindigkeiten von 50 bis 60 Stundenkilometern unterwegs. Ein Auffahrunfall bei dem Rennen hätte schwerwiegende Folgen.

Rund 60 Helfer werden am Veranstaltungswochenende im Einsatz sein. Die Mühen lohnen sich, denn in Genthin ist der Spee-Cup ein Höhepunkt im Radsport-Veranstaltungskalender, geht doch die Nachwuchselite an den Start. In den vergangenen Jahren waren es um die 400 Teilnehmer.

Mit ihrem Anhang sind es oft 600 bis 700 Gäste, die am Veranstaltungswochenende Genthin besuchen. Ob auch in diesem Jahr so viele Besucher zugelassen werden können, steht noch nicht fest. Die Voraussetzungen sind ideal: Eine schnurgerade, geschützte Rennstrecke und das Kreishaus, in dem der Landkreis für die Meisterschaften Praxisräume für Dopingkontrollen zur Verfügung stellt.