Genthin l Was für Olympioniken nicht mehr wettbewerbskonform wäre, ist für die Nachwuchsabteilung Tischennis des SV Chemie Genthin Gold wert. Die minimalen Gebrauchsspuren der zwei neuen Tischtennisplatten, die am Montag in der Genthiner Jahnsporthalle eingespielt wurden, sind mit bloßem Auge nicht mal zu erkennen. „Wir spielen jetzt zum ersten Mal darauf“, sagt Christian Wustrau, der gerade mit Partner Richard Kipping an die neue Tischtennisplatte tritt. Christian ist über einen Freund zum Tischtennis gekommen und inzwischen seit einem halben Jahr regelmäßig beim Training. Sein Spielpartner Richard trainert seit zweieinhalb Jahren. „Mich haben damals die Tischtennisspieler bei Olympia fasziniert“, begründet er die Entscheidung, dem Hobby im Verein nachzugehen.

Momentan trainieren hier sechs Kinder und Jugendliche in der Tischtennisabteilung des SV Chemie. Die neuen Platten werden aber auch im Schulsport und in der Arbeitsgruppe Schule und Sport, die nach Schulschluss angeboten wird, zum Einsatz kommen. Das Privileg sie zu testen hatten am Montag die Jungs des SV Chemie. „Insgesamt 1.000 Euro wurden uns von der Volksbank Jerichower zur Unterstützung des Kinder- und Jugendsports zur Verfügung gestellt“, sagt Chemie-Vorsitzender Fritz Mund. Bei Volksbank-Kundenberaterin Iris Kuhrts kribbelt es beim Anblick der Platten in den Fingern. „Ich habe früher auch gerne gespielt“, sagt sie. Und schnappt sich eine Kelle, um bei einem kleinen Duell zu testen, ob es ihr noch genauso leicht von der Hand geht. „Aber die Spende ist nicht allein der Verdienst der Volksbank, auch unsere Kunden haben mit dem Kauf von unseren Jahreskalendern für 2016 ihren Teil dazu beigetragen“, sagt Geschäftstellenleiterin Gabriele Kostka. Für die drei Bergzower Niklas und Felix Zurch und Marc Lawenstein, sind die neuen Platten ein guter Grund, weiterhin fleißig zu trainieren. „Ursprünglich haben wir angefangen, um es überhaupt erst mal richtig zu lernen“, sagt Marc.

Noch junge Damen gesucht

Für den Chemie-Vorsitzenden Fritz Mund ist Schulsport allein heute nicht mehr ausreichend. „Die Kinder bewegen sich viel zu wenig. Deshalb sollten sie stärker motiviert werden, auch in ihrer Freizeit aktiv zu sein.“ Leider fehlen hier häufig passende Ehrenamtler. Dies spürt auch der SV Chemie, der bei den Übungsleitern ständig auf Nachwuchssuche ist. „Warum keine Mädels da sind, ist allerdings eine berechtigte Frage“, sagt Mund. In der Arbeitsgruppe seien einige mit dabei, nur in der Chemie-Nachwuchstruppe noch nicht. Vielleicht lassen sich die jungen Damen ja jetzt mit zwei hübschen neuen Platten doch noch überzeugen, sich mit den Kellen in einer Runde Pingpong oder Chinesisch zu versuchen.

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