Landtagswahl

Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU und AfD in Jerichow

Die Stimmverteilung bei der Landtagswahl in der Stadt Jerichow entspricht nicht den Anteilen der Parteien im Landesdurchschnitt. CDU und AfD liegen hier dicht beieinander, besonders bei den Erststimmen. Kaum wahrnehmbar: Die Grünen.

Von Thomas Skiba
Für das Institut Infratest dimap befragte im Jerichower Land der Wahlkorrespondent Torsten Hellmeier die Menschen im Wahllokal Schlagenthin.
Für das Institut Infratest dimap befragte im Jerichower Land der Wahlkorrespondent Torsten Hellmeier die Menschen im Wahllokal Schlagenthin. Foto: Thomas Skiba

Jerichow - Am Sonntag hatten von 8 bis 18 Uhr 5784 Wahlberechtigte in der Einheitsgemeinde Jerichow die Möglichkeit, den neuen Landtag zu wählen. Von ihrem Recht Gebrauch machten 2993 Frauen und Männer. An diesem Tag öffneten zwölf Wahllokale, rund 80 Wahlhelfer unterstützten Ordnungsamtsleiterin Anja Schünicke bei der Wahl, die reibungslos ablief. Neben den Wahlhelfern waren auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Schulen und Kindergärten im Einsatz. Nach Eingang sämtlicher Ergebnisse aller zwölf Ortschaften ließ sich erkennen, dass die Platzierung von CDU und AfD nicht ganz dem Landes-Trend entspricht. In fast allen Ortschaften lieferte sich bis in den frühen Nachmittag die CDU mit der AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Nach dem vorläufigen Endergebnis gelang es dem Direktkandidaten der AfD, Ulrich Siegmund, seinen Konkurrenten Thomas Staudt von der CDU zu überrunden. In fünf Ortschaften machten ihn die Wähler zum Favoriten. Staudt hingegen punktete in den anderen sieben, in der Ortschaft Jerichow war sein Vorsprung besonders deutlich.

Den Grünen räumten die Jerichower keine Chance ein, hier lagen die Stimmanteile bei Erst- und Zweitstimme mit 3,7 Prozent weit unter dem Landesdurchschnitt. Einen Achtungserfolg erreichten die Freien Wähler, die in der Erststimmenvergabe die FDP überrundeten und bei den Zweitstimmen mit den Grünen gleichzogen. Die Wahlbeteiligung im Stadtgebiet lag mit 62,3 Prozent etwas höher als der Landesdurchschnitt.

Die höchste Wahlbeteiligung gab es in Nielebock mit 96,1 Prozent, die niedrigste mit 44,3 Prozent in Jerichow. Der Wahlausschuss muss das Ergebnis noch bestätigen. Das Gremium tagt am Donnerstag, 10. Juni.

Gegen Mittag hatten bereits über 50 Prozent der Wahlberechtigten in Schlagenthin ihre Stimme abgegeben.
Gegen Mittag hatten bereits über 50 Prozent der Wahlberechtigten in Schlagenthin ihre Stimme abgegeben.
Foto: Thomas Skiba