Tucheim l Gerald Müller, Vereinschef des MC Fiener Tucheim, und Schatzmeister Lars Hornemann konnten am Freitagabend entspannt der Mitgliederversammlung entgegensehen.

Der Vereinschef hatte einen umfangreichen Jahresbericht vorbereitet, der die Clubmitglieder optimistisch ins neue Jahr blicken ließ. Schatzmeister Lars Hornemann wiederum trat den Beweis an, dass sich der Verein in ruhigen finanziellen Fahrwassern bewegt. Für die großen sportlichen Pläne, die der Club auch in diesem Jahr wieder verfolgt, gibt es ein auskömmliches finanzielles Polster. „Wir sind gut besattelt und können uns noch was leisten. Wir sind nicht verarmt“, stellte Gerald Müller fest. Seine Aufgabe war es zuvor, den Freunden des Motorsports aufzuzeigen, wo der Verein steht und wo die „Reise im neuen Jahr“ hingehen wird.

Bestes Rennen seit 2008

Für den Anfang seines Jahresberichtes war nahezu zwangsläufig ein Rückblick auf das 50. ADAC-Jubiläums-Enduro „Rund um den Fiener“ gesetzt, das im Oktober ausgetragen wurde. Müller berief sich in seinem Lob an alle aktiven Fahrer, Betreuer und Sportkommissare auf das Urteil des Fachausschusses des Deutschen Motorsportbundes, wonach das letzte Enduro als das beste seit dem ersten Deutschen Enduro-Meisterschaftslaufes im Jahr 2008 bewertet worden sei. Mit diesem Urteil motivierte Müller seine Mitstreiter „Das sollte uns Ehre und Ansporn zugleich sein, die 51. ADAC-Enduro am 26. September aus motorsportfachlicher und organisatorischer Sicht erneut in einer ordentlichen Qualität durchzuführen.“

In diesem Zusammenhang verwies Müller auch darauf, dass der MC Fiener Tucheim eine hohe Wertschätzung durch den Landkreis und die Stadt Genthin erfahre und eine gute Zusammenarbeit stets die Basis für bisherige und zukünftige Enduro sei. Der Clubchef betonte mehrfach die große Unterstützung der Behörden bei den Genehmigungsverfahren.

Schwarze Schafe schaden Verein

Bei allen guten Nachrichten, die Müller der Mitgliederversammlung vortrug, blieb jedoch ein Wermutstropfen. Ein dem Club anhaftendes Dilemma bleibe nach wie vor, dass schwarze Schafe die Endurostrecke illegal befahren und damit für massiven Ärger unter der Bevölkerung sorgen. Müller wurde sehr deutlich: „Der MC Fiener distanziert sich nicht nur von diesem teilweise rowdyhaften Verhalten, sondern wird in Zukunft auch einen Beitrag zur strafrechtlichen Verfolgung leisten.“ So würden in nächster Zeit Hinweisschilder an bestimmten Streckenpunkten angebracht. Musterexemplare wurden in die Runde der Anwesenden ausgereicht.

Mit der Aktion, das wurde in der anschließenden Diskussion deutlich, will der Club ein Zeichen setzen und sich von den „schwarzen Schafen“ distanzieren. Gerald Müller sensibilisierte an dieser Stelle für die Brisanz dieser Angelegenheit, insbesondere für das Image des Vereins : „Wir müssen deutlich machen, dass wir mit dieser Raserei nichts zu tun haben wollen und sie verurteilen. Dieses Signal ist für unsere Kritiker von großer Bedeutung.“

Überarbeitete Internet-Präsentation

Neben der Würdigung der sportlichen Leistungen, die die Clubmitglieder im vergangenen Jahr erbracht haben, fand Müller auch anerkennende Wort für Antje Kühne. Sie überarbeitete die Präsentation des MC im Internet und löste damit, wie Müller sagte, ein „jahrelanges Club-Problem.“

Ein jahrelanges Club-Problem, das mit dem vergangenen Jahr der Vergangenheit angehört, ist auch die Anlage einer vereinseigenen Trainings- und Ubungsstrecke. Sie sei nun nach 58 Jahren Wirklichkeit geworden, sagte der Vereinschef erleichtert. In der anschließenden Diskussion einigten sich die Vereinsmitglieder darauf, möglichst zügig in Arbeitseinsätzen diese Trainingsstrecke auszubauen und zu sichern.

Der MC Fiener Tucheim zählt derzeit 77 Mitglieder und kann unverändert seine Jahresbeiträge aufrecht erhalten.