SWG investiert 250000 Euro in 32 neue Balkone

Mit Blumen zu Besuch bei der ältesten Mieterin

Von Simone Pötschke

Genthin. Die 93-jährige Elisabeth Siebert aus der Karower Straße hat seit Kurzem mehr Freude an ihrer Wohnung. Dafür sorgt ein funkelnagelneuer Balkon, einer von insgesamt 32 Balkonen, die die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Genthin (SWG) in der Karower Straße c bis f hat anbringen lassen.

Weil Elisabeth Siebert die älteste Mieterin in diesem Block ist, die in den Genuss dieser Investition kommt, gab es gestern für sie von SWG-Geschäftsführerin Angelika Domsgen einen Strauß Blumen.

Überreicht wurde er selbstverständlich auf dem neuen Balkon, der nur noch kleinerer Restarbeiten bedarf. Elisabeth Siebert freut sich darauf, hier bald ihren Kaffee zu trinken, oder einfach mal kurz an die frische Luft gehen zu kön- nen.

Das Moblilar für den Balkon, das die Familie von Elisabeth Siebert erworben hat, kann jedenfalls bald aufgestellt wurden.

Ende Mai wurde mit der Montage der insgesamt 32 Balkone begonnen. Das Wohnungsbauunternehmen hat dafür 250 000 Euro investiert.

2010 wurde das Projekt in den SWG-Haushalt aufgenommen. Dieser Wohnbereich wird gut angenommen und die Wohnungen sind auch stets vermietet. Das hat uns ermuntert hier zu investieren", sagt Angelika Domsgen.

Die Geschäftsführerin zeigte sich zufrieden, dass es während der Bauarbeiten keine Beschwerden der Mieter gegeben habe.

Aus den neuen Balkonen wird sich für den Mieter eine monatliche Mehrbelastung von zehn Euro ergeben. Domsgen rechnet vor, dass die Wohnungsbaugesellschaft nach dem Mietergesetz bis zu elf Prozent der Gesamtkosten für eine solche Maßnahme auf den Mieter umlegen könne. Dann wären die Bewohner der Karower Straße c bis f auf einen monatlichen Aufschlag von 40 Euro gekommen, sagt Angelika Domsgen.

Das sei jedoch nicht der Wille von Aufsichtsrat und der Gesellschafter gewesen. "Schließlich wollen wir auch unsere Mieter halten."

Die SWG-Geschäftsführerin strahlte gestern Zufriedenheit über die abgeschlossene Maßnahme aus: "Ich denke mit dem Pauschalbetrag über zehn Euro ist das Ganze eine vernünftige Sache. Man kann Balkone aber auch nicht zum Nulltarif anbauen".