Genthin l Der alte, asphaltierte Parkplatz an der Trinitatis-Kirche ist seit wenigen Tagen Geschichte. Der Asphaltbelag wurde in einer Zwei-Tage-Aktion entsiegelt und auf die beräumten Flächen wurde Mutterboden aufgetragen. Im Frühjahr steht die Begrünung des Platzes auf der Agenda. Dass die Verschönerung des Bereichs der Gemeinde ein besonderes Anliegen ist, hatte die Gemeinde bereits Anfang des Jahres signalisiert. Mit der Umgestaltung des Vorplatzes soll das gesamte Kirchenensemble und damit auch das Umfeld des Marktplatzes aufgewertet werden.

Dafür kann die Gemeinde eine Förderung der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) in Anspruch nehmen. Das Vorhaben erfüllt den Förderzweck unter anderem damit, dass auf dem Kirchengelände eine umweltbewusste Bepflanzung mit einheimischen Bäumen und einer Wiese vorgenommen wird.

Finanzierung durch Erbe

Für den finanziellen Eigenanteil kann die evangelische Gemeinde auf einen Teil des Bredow-Erbes zurückgreifen. Ingelore Bredow (1925 bis 2014) hatte der Gemeinde ein Erbe über 70.000 Euro hinterlassen. Ein Teil des Geldes kam bereits der Sanierung der Kirchenfenster und der Fassadenerneuerung der jungen Kirche zugute (Volksstimme berichtete).

Teil der Neugestaltung des Kirchenumfeldes wird auch eine kleine Pflasterfläche sein, die an dem Nebeneingang der Kirche geplant ist. Das gesamte Vorhaben, betonte die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Dr. Silke Koerth-Bauer, sei inzwischen auch mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt worden. Mittel über die Städtebauförderung blieben der Gemeinde allerdings verwehrt. Die Mittel aus der Schlussphase des Förderprogramms dürfen nur für öffentliche Maßnahmen verwendet werden, unter anderem plant die Stadt Genthin mit diesen Mitteln im nächsten Jahr die Sanierung der Großen Schulstraße. Bei der Fläche, die in den nächsten Wochen umgestaltet wird, handelt es sich um Teile eines alten Friedhofes aus dem 18. Jahrhunderts.

In der jüngeren Geschichte, seit den 1950er Jahren, wurde die Fläche als Parkplatz genutzt, bis vor zwölf Jahren ein Bereich für den Bau der „Jungen Kirche“ abgetrennt wurde.