Parchen l Eine Unterschriftenliste ist kürzlich von einer Bürgerinitiative in Parchen an die Genthiner Stadtverwaltung übergeben worden. Die Unterzeichner machen sich stark für einen Fußgängerüberweg an der Bushaltestelle. Eine Gruppe von Eltern, deren Kinder die Kita Parkspatzen besuchen, bemüht sich um die Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße 1 und hat die Liste initiiert. „Aufgrund des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße 1, die durch unseren Ort führt, wünschen wir uns im Sinne der Sicherheit unserer Kinder, die tagtäglich den Gefahren dieses Verkehrs ausgesetzt sind, einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen), um ungefährdet über die B1 zu gelangen und ihren Schulweg antreten zu können. Selten ist ihnen das Überqueren der Straße gefahrlos möglich“, heißt es wörtlich im Anschreiben der Unterschriftenliste.

Listen lagen im Ort aus

„Ebenso wäre es im Interesse der älteren Mitbürger, die den Weg nach Genthin oder Burg mit dem Bus antreten“, führen die Eltern einen weiteren Aspekt an. Sie wünschen sich, dass der Überweg auf Höhe der Bushaltestelle liegt.

In den vergangenen Monaten wurden die Listen während verschiedener Veranstaltungen in Parchen ausgelegt. Zu finden waren sie in der Parchener Leinölmühle und beim Erntefest. Dabei sind bis November 218 Unterschriften zusammengekommen.

Handlungsbedarf anmelden

Die Listen sind im jüngsten Parchener Ortschaftsrat Genthins Bürgermeister Matthias Günther (parteilos) überreicht worden. Auch wenn die Stadt nicht direkt für die Bundesstraße zuständig ist, erhofft sich die Gruppe Rückenwind von den städtischen Vertretern. „Das ist eine Landesangelegenheit, aber wir können Handlungsbedarf anmelden“, bestätigte Günther. Bereits seit langem machen die Parchener etwa bei Ortschaftsratssitzungen auf das steigende Verkehrsaufkommen aufmerksam.

Parchens Ortsbürgermeister Hubert Schwandt bestätigte die Beobachtungen der Anwohner und brachte es vor geraumer Zeit in einer Runde zur Stadt- und Ortsteilentwicklung ein. Er machte deutlich, dass die Verkehrsbedingungen innerhalb des Ortes ein generelles Problem seien und dass man diese Entwicklung weiterhin im Auge behalten werde.

Ampel steht an falscher Stelle

Für ihn ist das Umfeld der Bushaltestelle ein Gefahrenbereich. „Einige hundert Meter weiter gibt es eine Ampel, aber die steht eigentlich an der falschen Stelle“, meinte er im Ortschaftsrat. Allerdings ändern lasse sich dies nicht so schnell ändern.

Die Stadt kann sich nun an den Landkreis wenden. „Sobald ein begründeter Antrag der Stadt erfolgt, wird die Kreisverwaltung diesen umgehend prüfen. Insoweit wird der Landkreis die Landesstraßenbaubehörde und die Polizei einbinden und gemeinsam nach einer Lösung suchen“, erklärt Landkreissprecherin Claudia Hopf-Koßmann.

Genthin muss Wegebeziehungen bewerten

Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorlägen, könnten dann entsprechende Maßnahmen angeordnet werden. Vorab sei die Kreisverwaltung jedoch darauf angewiesen, dass durch die Stadt Genthin entsprechende Wegebeziehungen (Kindereinrichtungen, Schülerverkehr, wichtige Fußgängerströme) dargestellt und bewertet werden.

„Hierbei werden dann auch die bestehenden Anlagen erfasst und in die Betrachtungen einbezogen.“