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Smart-Bench neu am KlosterRasten und Smartphone laden in Jerichow

Ein neues touristisches Highlight am Kloster Jerichow macht platte Handy-Akkus fit.

Von Mike Fleske 06.12.2023, 18:15
Übergabe der Smart-Bench am Kloster Jerichow.
Übergabe der Smart-Bench am Kloster Jerichow. Foto: Mike Fleske

Jerichow - Vor dem Jerichower Kloster gibt es ganz neu eine sogenannte Smart-Bench.

Der Name setzt sich aus den englischen Begriffen ,smart' (klug, elegant) und ,bench' (Sitzbank) zusammen. Das Smarte an der Sitzbank: Via Induktion, also Berührung (wenn die Geräte diese Funktion zulassen) oder USB-Anschluss können Smartphones kostenlos geladen werden. Zudem gibt es gratis WLAN.

Treffpunkt Solarbank

Diese Bank wurde vom Avacon-Kommunalreferenten Carsten Birkholz in dieser Woche an die Vertreter der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und an die Stadt Jerichow übergeben. Dass die Bank jetzt aufgestellt wurde, ist bereits ein Vorgriff auf die neue Saison am und im Kloster. „Wir versuchen, das Gelände touristisch weiter aufzuwerten und mit besonderen Angeboten für Besucher attraktiv zu machen“, sagt Simon Sosnitza von der Kulturstiftung. Denn das Kloster als Treffpunkt oder für einen Zwischenstopp sei beliebt bei Touristen. Wenn es im kommenden Jahr wieder wärmer wird, werde die Bank sicher gut genutzt werden.

Davon geht auch Jerichows Bürgermeisterin Cathleen Lüdicke (parteilos) aus. Das Kloster Jerichow sei Anlaufpunkt verschiedener Radrouten und das neue Angebot daher eine gute Ergänzung. „Wer mit digitalen Radkarten auf dem Smartphone navigiert, verbraucht Akkuleistung, da ist es gut, wenn es eine gut erreichbare Lademöglichkeit gibt.“

Gesucht wurde ein extra sonniger Standort. Denn die Smart-Bench ist so konstruiert, dass unter der Sitzfläche aus Acrylglasscheiben Solarmodule eingebaut sind, die bei Tageslicht Energie einfangen und somit den notwendigen Strom produzieren. Diese Energie wird in mehreren Akkus gespeichert.

Zwar ist die Jerichower Bank aufgestellt und grundsätzlich funktionstüchtig. Allerdings könne es derzeit sein, dass durch die kurzen Tage mit wenig Licht und zwischenzeitlichem Schneefall das Laden an der Bank nicht funktioniert, sagt Carsten Birkholz. Die Bank sei dann nicht kaputt, sondern es komme nicht genug Energie an, um die Kapazität aufzuladen, um Strom abzugeben. „Ab dem Frühjahr wird die Bank wohl kontinuierlich zur Verfügung stehen.“ Und mit dieser soll noch etwas bewirkt werden: „Wir wollen die Öffentlichkeit für Klimaschutzthemen interessieren“, sagt Carsten Birkholz. „Die Smart-Bench ist ein praktisches Beispiel, wie man den Nutzen von Erneuerbaren Energien vermitteln kann.“

Gute Erfahrung mit System

In Magdeburg, Burg und Genthin haben die Verantwortlichen gute Erfahrungen mit den Bänken gemacht, auf denen Radler ausruhen und ihre Smartphones laden können. In Deutschland wurde die erste Smart-Bench im März 2016 im niedersächsischen Wunstorf aufgestellt. Seitdem hat das System eine Art Siegeszug durch Deutschland angetreten.

Häufig werden die Banken von Sponsoren finanziert und auf öffentlichem Grund aufgestellt, sodass sie einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Kosten für eine „schlaue Bank“ sollen zwischen 3000 und 5000 Euro liegen. Ein konkreter Betrag für die Bank in Jerichow wurde nicht benannt.