Genthin l Für Sonntag sagen die Meteorologen sagenhafte zwölf Grad voraus. Genthiner Familien wird es nach dem winterlichen Intermezzo wieder hinausziehen. Die Winterruhe der Spielplätze in Genthin ist damit vorbei. Sie sind auf ihre kleine Gäste gut eingestellt.

Wie viele anderen Kinder hat auch der vierjährige Johannes Schulze längst seinen Favoriten unter den Spielplätzen. „Ich gehe am liebsten auf den großen Spielplatz in Mützel“, sagt der Steppke, dem hier besonders die Rutsche mit dem Klettergerüst und die Seilbahn gefallen. Auch für die unter 3-Jährigen hat der Mützeler Platz mit Sandkasten, Schaukel und Kletterpfad einiges zu bieten. „Hier kann auch meine kleine Schwester Amelie schön spielen. Sie ist nämlich erst zwei Jahre“, erzählt Johannes.

Der Spielplatz in Mützel ist einer von 26 öffentlichen Spielplätzen in der Einheitsgemeinde, für die Kommune verantwortlich zeichnet. In der Kernstadt Genthin sind es elf. Die Stadt ist hinsichtlich der Verkehrssicherungspflicht für die Sicherheit dieser Spielplätze verantwortlich und haftet für Unfallfolgen.

13 000 Euro hat sie im vergangenen Jahr für sichere Spielplätze ausgegeben. Dass es im zurückliegenden Jahr keinen einzigen Unfall auf Genthins Spielpätzen gab, spricht für ein funktionierendes Sicherheitsmanagement, zu dem die Stadt verpflichtet ist.

Arbeit des Bauhofes

Das fällt zu großen Teilen in den Zuständigkeitsbereich des Bauhofes. Auf seiner Agenda stehen wöchentliche Kontrollen und Reinigungen. Durch die Mitarbeiter wird vierteljährlich eine sogenannte operative Inspektion durchgeführt, bei der der Verschleiß der beweglichen Teile kontrolliert und die bauliche Festigkeit geprüft wird. Eitel Sonnenschein gibt es bei den regelmäßigen Kontrollen allerdings nicht. Christian Hering als Leiter des Bauhofes kann ein Lied von Vermüllung und Verschmutzungen singen. „Massive Probleme bereiten uns die Spielplätze am Genthiner Fließgraben“, räumt Hering ein. Durch den Rückbau von Wohnblöcken landen gegenwärtig die unterschiedlichsten Materialien und jede Menge Schmutz in den Anlagen. Ein großes Sorgenkind bliebe, so Hering, nach wie vor der Jugendplatz mit der Skaterbahn an der Uhland-Straße. Müll, Glasflaschen, Graffiti-Kritzeleien und Unrat überfluten die Anlage. Größere Schäden durch Vandalismus hielten sich hingegen im zurückliegenden Jahr in Grenzen, weiß er zu berichten. Diebstähle von Schaukeln und Edelstahl-Elementen mussten die Bauhof-Mitarbeiter dennoch registrieren.

Zur Rundum-Pflege und Unterhaltung der Spielplätze gehört auch eine jährliche Reinigung der Sandflächen durch ein Unternehmen mit einer speziellen Sandreinigungsmaschine. Dazu kommt eine jährliche Hauptinspektion durch einen zertifizierter Spielplatzprüfer.

Der jährliche „Tag des sicheren Spielplatzes“ wurde vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Kunststoff-Recycling (DKR) ins Leben gerufen.