Parchen l Rund 200 Teilnehmer waren dabei, als an der Parchener Klapperhalle der Startschuss für den Fienercross fiel. Veranstalter Carsten Heidel konnte mit der Resonanz sehr zufrieden sein. Bei schönster Spätsommersonne absolvierten Sportler aller Generationen die verschiedenen Strecken. Auf der 6,3 Kilometer langen Runde, durch den Park in Richtung Alte Burg, an Feldern und Wäldern entlang, waren mit Silke Zimmermann (Burger Ihleläufer) und Paul Weinmann (LTV Genthin) zwei sportliche Hochkaräter unterwegs. Immerhin haben beide bereits den Magdeburg-Marathon gewonnen. Auch in Parchen gaben sie sich keine Blöße und kamen souverän als Sieger ins Ziel.

Sportliche Gene

Das Lauftalent liegt bei den Weinmanns in der Familie, Pauls Schwester Marie entschied die 11,5 Kilometer in 49 Minuten und 31 Sekunden für sich. Bei den Männern lag hier Erik Müller aus Stendal vorn. Er brauchte 44:06 Minuten.

Nachwuchs läuft, hüpft und nascht

Urkunden und Gemälde, eigens für die Veranstaltung von Künstlerin Michaela Meves-Tauch aus Hermsdorf angefertigt, gab es einige zu verteilen. Jeweils die ersten Drei einer Altersklasse wurden prämiert. Das übernahmen Nordica Kühne von der Volksbank, Landrat Steffen Burchhardt und Genthins Bürgermeister Thomas Barz.

Bilder

Veranstalter Carsten Heidel war selbst nicht am Start, freute sich aber über die Urkunden seiner Vereinskollegen der „Parchener Laufsocken“. So belegten zum Beispiel Jenni Böhnke und Julia Thiemer den zweiten und dritten Platz auf der längsten Strecke.

Der Läufernachwuchs zwischen drei und elf Jahren absolvierte gut gelaunt die 600 Meter lange Kinderrunde, danach ging es auf die Hopseburg, ans Glücksrad, zur Popcornmaschine und an den Eiswagen.

Schnelle Kanuten

Besonders zahlreich, nämlich zu zwölft, waren die Kanuten des Sportvereins „Chemie“ Genthin erschienen. Sie zeigten allesamt, dass sie nicht nur im Wasser wissen, wie man schnell voran kommt. So war es folgerichtig auch einer von ihnen, der als Schnellster im Ziel war: Veit Ballerstein geht als erster Gewinner des Kinderlaufs in die noch junge Gesichte des Fienercrosses ein.

Für Beate Bolle war Parchen die letzte Station eines sportlichen Wochenendes. Am Freitag tanzte die Genthinerin historsiche Figuren in der Aula des Bismarck-Gymnasiums, am Sonnabend war sie bei einer Laufverananstaltung in Brandenburg aktiv und am Sonntag holte sie in Parchen den zweiten Platz in ihrer Altersklasse über 11 Kilometer. Auch die Punkte für den Elbe-Ohre-Cup nahm sie gerne mit. Der Fienercross ist Teil der beliebten Laufserie, deren Gewinner zum Ende der Saison prämiert werden.

Comeback für Anneliese Hünecke

Auch Anneliese Hünecke, wie Bolle ist sie Mitglied im Lauf- und Triathlonverein Genthin, verließ Parchen am Nachmittag zufrieden. Sie war nach langer Pause wegen eines Muskelfaserrisses zum ersten Mal wieder auf der 6-Kilometer-Strecke unterwegs.

„Die Zeit ist zweitrangig, ich freue mich, dass ich wieder ohne Schmerzen laufen kann“, sagte die 70-Jährige, die für ihre sehr vorzeigbaren 40 Minuten und 46 Sekunden den Sieg in ihrer Altersklasse abräumte und etliche Läufer hinter sich ließ.

Zu den Läufern wollen sich im nächsten Jahr auch Steffen Burchhardt und Thomas Barz gesellen. Anzug und Krawatte versprachen sowohl Landrat als auch Bürgermeister dann gegen Laufsachen zu tauschen.