Genthin l Wenn Genthin in einigen Jahren ein neues Veranstaltungshaus benötigen wird, möchten es die Volksstimme-Leser am liebsten im jetzigen Toom-Baumarkt an der Berliner Chaussee angesiedelt wissen. Knackpunkt: Das Gebäude müsste erst dem jetzigen Eigentümer abgekauft und umfangreich für eine neue Nutzung umgebaut werden.

Die finanziellen Möglichkeiten der Stadt sind allerdings insbesondere derzeit stark limitiert. Bürgermeister Matthias Günther (parteilos) meint auf Volksstimme-Anfrage: „Grundsätzlich wird das Thema neues Veranstaltungshauses medial überbefeuert, sodass Bürger den Eindruck bekommen könnten, dass zeitnah ein neues Objekt bereitgestellt wird, was Wunschtraum ist.“

Stadtrat muss über Vertrag entscheiden

Für ihn sei das Haus 2017 ohne Not verkauft worden. Der QSG stehe es noch bis Ende 2021 zur Verfügung. „Wir als Stadt müssen als neuer Pächter die übergangsweise Nutzung für die kommenden Jahre sichern, sodass wir überhaupt ein Stadtkulturhaus zur Verfügung haben.“

Stadt und Eigentümer Inprotec seien sich einig. „Jetzt muss der Stadtrat entscheiden, ob dieser Vertrag geschlossen werden soll.“ Günther meint, dass es nun einem kühlen Kopf, Professionalität und einer soliden Finanzlage bedürfe und fügt hinzu: „Dass ein Großteil der Genthiner den ehemaligen Toom-Baumarkt favorisiert, kann ich aus meinen Gesprächen nicht bestätigen.“

Vielzahl von Standorten möglich

Allerdings lassen sich die Ergebnisse der Volksstimme Umfrage nicht anders deuten. Sowohl die Teilnehmer einer Volksstimme-Umfrage in der gedruckten Ausgabe, als auch Online präferieren mit mehr als 31 und 37 Prozent die Immobilie. Auch das Möbelhaus „Volksgarten“ ist mit 24 beziehungsweise 17 Prozent noch unter den Top drei der favorisierten Standorte.

Die Probleme wären auch hier ähnlich wie beim ehemaligen Baumarkt – Ankauf und Ertüchtigung. Neben diesen Möglichkeiten sind vom Stadtrat auch ein Erweiterungsbau an der Schwimmhalle, die Ertüchtigung der früheren Bäckerei an der Brettiner Chaussee, ein Kombibau eines neuen Einkaufsmarktes und Kulturhauses sowie ein Neubau auf einer Freifläche an der Guerickestraße in die engere Wahl genommen wurden.