Tourismus

Vernetzung zwischen Jerichow, Elbe-Parey und Tangermünde erwünscht

Die Gemeinden Parey, Jerichow und Tangermünde wollen touristisch näher zusammenrücken

Von Thomas Skiba
Björn Thomas (li.), Inhaber von „Mein Lieblingsplatz“ und Roland Maiwald, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Jerichow, übernahmen jeweils zwei E-Scooter. Damit können Gästen noch mehr attraktive Angebote gemacht werden.
Björn Thomas (li.), Inhaber von „Mein Lieblingsplatz“ und Roland Maiwald, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Jerichow, übernahmen jeweils zwei E-Scooter. Damit können Gästen noch mehr attraktive Angebote gemacht werden. Foto: Thomas Skiba

Jerichow

Was haben „Mein Lieblingsplatz“ in Parey, die Klosteranlage Jerichow und die Kaiserstadt Tangermünde gemeinsam? Da gibt es einige Aspekte: Alle drei Standorte liegen an der Elbe, sie sind mit dem Elberadweg verbunden und – jeder dieser Orte ist auf seiner Weise ein touristisches Kleinod. Was liegt da näher, als sich untereinander zu vernetzen, sagten sich Björn Thomas, Inhaber von „Mein Lieblingsplatz“, Roland Maiwald, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Jerichow und der Tangermünder Avacon-Kommunalreferent Carsten Birkholz.

Die Drei trafen sich vor kurzem an der Klosteranlage, zum einen, um über die Zusammenarbeit zu sprechen und zum anderen, um jeweils zwei E-Scooter an Thomas und Maiwald zu übergeben. Die sponserte der Energie-Versorger, einschließlich jeweils einer Ladebox für jeden Standort. Die Elektroroller sollen dann mit der hoffentlich baldigen Öffnung der Campingplätze, Hotels und Ausflugsziele in Parey, Jerichow und Tangermünde für Touristen zur Verfügung stehen und „ihnen neue Möglichkeiten eröffnen“, heißt es von Seiten des Trios.

Der Standort der Roller in Tangermünde wird die „Alte Brauerei“ sein, hier soll ebenfalls eine Ladebox installiert werden. Die Roller haben eine Reichweite von 50 Kilometern, sind leise und fahren sich bequem.

E-Scooter verbinden Regionen

„Es ist das perfekte Gefährt für unsere Urlauber“, betont Björn Thomas. In Gesprächen mit seinen Gästen erfahre er immer wieder, dass Parey ein Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die nähere Umgebung sei und nennt zwei Ziele mit Vorrang: „Jerichow und Tangermünde.“ Die seien jetzt mit dem E-Scooter noch besser zu erreichen und zudem verbreitere sich so auch das Angebot für seine Gäste. „Wir wollen uns mit unseren Partnern vernetzen und gemeinsame Ziele verfolgen“, sagt Thomas.

Es gebe jetzt nicht nur den „Mein Lieblingsplatz“, sondern auch eine Lieblingsstrecke, wie er sagt und dass es dann völlig unkompliziert gelang, die Partner aus Jerichow und Tangermünde zu vereinen, sei optimal. Der Geschäftsmann und Regionalpolitiker Thomas geht noch weiter.

Um es den Urlaubern so angenehm wie möglich zu machen, hat er Tagestouren entwickelt und zu einem Programm zusammengestellt, einschließlich Rastpunkten und Sehenswürdigkeiten. „Damit behalten die Gäste unsere Region in schöner Erinnerung und kommen auch bald mal wieder.“

Hoffnung auf Kooperationseffekte

Für Klosterchef Roland Maiwald steht diese Form der Elektromobilität ganz hoch im Kurs, er hoffe so auf Kooperationseffekte für die Region. „Ein Ausflug nach Parey oder Tangermünde, dann dort verweilen und in dieser Zeit lädt die Batterie des Rollers wieder auf“, so könnte es ablaufen, wenn es nach Maiwald geht.

Die Wege entlang der Elbe bieten sich dazu an und sind schon allein ein Hingucker für Tagestouristen oder Urlauber. „Doch bemerkenswert ist, dass wir uns mit den Partnern entlang der Elbe verbinden und nicht jeder nur in seinen Grenzen denkt“, stellt Maiwald fest.

Wiederbelebung der Fähre angedacht

Dass es in Sachen Vernetzung und gegenseitige Unterstützung bei der touristischen Vermarktung noch jede Menge Potenzial gibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Harald Bothe, Bürgermeister der Stadt Jerichow, könnte sich vorstellen, die alte Fährverbindung im Tangermünder Hafen zu reaktivieren, „als Personen-Fähre auf Abruf“, wie er sagt.

Die Gastwirtschaften in Tangermünde hätten schon Zustimmung signalisiert und würden diese Verbindung auf eigene Kosten betreiben. Jetzt müsste sich nur noch die Kommunalpolitik mit dem Thema beschäftigen und auf ein solides Fundament stellen. Die Chancen, die sich hier mit der Zusammenarbeit mit Parey, aber auch Landkreis-übergreifend, mit Tangermünde, bieten, sollten nicht ungenutzt bleiben. „Wir liegen an der Elbe und sind Nachbarn – dass müssen wir nutzen.“

Der Elberadweg verbindet Tangermünde, Jerichow und Parey.  Peter Brich und Franz Peter Heidemann sind  in Richtung Parey unterwegs.
Der Elberadweg verbindet Tangermünde, Jerichow und Parey. Peter Brich und Franz Peter Heidemann sind in Richtung Parey unterwegs.
Foto: Thomas Skiba