Genthin l Nun schlägt die aktuelle Krise auch auf die geplante Premierenfeier des Genthiner Feuerwehrfilms durch. „Wir müssen die Veranstaltung am 16. April leider absagen“, teilte einer der Verantwortlichen, Lukas Richter, der Volksstimme-Redaktion mit. Allerdings sei der Termin nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Vielleicht könne man ihn im Mai nachholen.

Lukas Richter aus Parey und der Genthiner Colin Grundt hatten vor einigen Wochen eine Filmaktion ins Leben gerufen, bei der ein wahrscheinlich sieben bis achtminütiger Werbeclip für die Genthiner Feuerwehr entstehen soll. Anfang Februar wurde gedreht. Jetzt liegt das Material bei Antonia Conhoff und Max Bühse, Studenten zwei Studenten im 6. Semester im Bereich Medienbildung der Uni Magdeburg.

Filmbearbeitung läuft trotz Coronavirus

Sie übernehmen die weitere professionelle Bearbeitung, die trotz Virus-Krise weiterläuft. Aber eine gute Nachricht: Das Material ist so gut wie komplett verwendbar. „Unsere größte Herausforderung war es, mit einem so kleinen Produktionsteam so viele Schauspieler, Statisten und Helfende zu koordinieren und die Szenen letztendlich so zu inszenieren, wie wir es uns vorgestellt haben“, berichtet Antonia Conhoff. „Es ist natürlich eine Menge an Daten zusammen gekommen.“ Mehr als 100 GB an Video-, Ton- und Drohnenaufnahmen, stünden zur Verfügung

Bilder

„Bisher haben wir das gesamte Material gesichtet, aussortiert, eingeschätzt und übersichtlich strukturiert, sodass die Arbeit im Filmschnitt nun deutlich effektiver geschieht.“ Aktuell habe es Absprachen mit dem Filmteam gegeben, um den Rohschnitt voranzutreiben. „Hier kommt uns zugute, dass man durch das schnelle Internet, Datenmaterial relativ schnell hin und her schicken kann und mittels Telefonkonferenz auch den Kontakt zueinander aufrechterhalten kann“, sagt Lukas Richter.

Dreh als gute Übung

Für die Studenten ist der Film durchaus relevant für ihre Ausbildung, erläutert Antonia Conhoff: „Selbstverständlich war der Dreh eine sehr gute Übung, denn bisher haben wir eher mit weniger Darstellern oder begleitende Dokumentationen gedreht. Somit konnten wir viele Erfahrungen sammeln, die indirekt auch in unser Studium, aber vor allem in unsere berufliche Laufbahn einfließen.“

Und diese haben die Studenten trotz aller derzeitigen Beschwerlichkeiten weiterhin fest im Blick: „Wir werden beide voraussichtlich noch in diesem Jahr unseren Bachelor-Abschluss machen. Unser Traum ist es, danach weiterhin in der Medien-Branche beruflich tätig zu sein – am liebsten natürlich in der Film- und Videoproduktion.“ Bisher seien sie vor allem im E-Sport (der sportliche Wettkampf mit Computerspielen) videografisch aktiv gewesen. „Aber das Projekt mit der Freiwilligen Feuerwehr Genthin hat uns noch einmal vor Augen geführt, wie interessant es ist, auch in andere Bereiche zu schnuppern und diese audiovisuell zu porträtieren.“

Trailer soll Wartezeit verkürzen

Der Film soll nach Möglichkeit trotz allem termingerecht fertiggestellt werden. „Da wir eine große Premiere zur Veröffentlichung feiern wollen, werden wir ihn noch nicht im April veröffentlichen“, sagt Lukas Richter. Allerdings solle die Wartezeit mit einem extra angefertigten Trailer verkürzt werden, der die Spannung auf den eigentlichen Film aufrechterhalten soll. Dieser Trailer mit ein bis zwei Minuten wird demnächst in sozialen Netzwerken zu sehen sein.