Genthin l Als echte Sportlerquäler erwiesen sich erneut die Macher der Genthiner Matsch-Wolke. Jeder der mehr als 200 Teilnehmer der Genthiner Matsch-Wolke war beim Zieleinlauf irgendwie mitgenommen. Verdreckt, verschwitzt und vom Wasserbad durchnässt, kamen die Läufer von der Piste.

Strohballen und Hürden überwinden

Da galt es Tore zu durchkriechen, einen riesigen Strohballen zu überqueren, sich an Seilen empor zu hangeln, Steigungen und Hürden zu überwinden. Zwischendurch wartet eine riesige Modderpfütze und am Ende des Parcours ein Sprung in einen mit Wasser gefüllten Container. Dort mussten die Teilnehmer nach ihrer Medaille tauchen.

Auf drei Streckenlängen, 1500 Meter, sechs Kilometer, und zwölf Kilometer, konnte der Parcours durchquert werden. Und das sind nicht alle Zahlen. Laut Veranstalter Falk Heidel seien 4,7 Kilometer Flatterband verlegt worden, damit die Sportler in die richtige Richtung gelenkt werden. Zudem seien 127 000 Liter Wasser auf der Strecke verwendet worden.

Bilder

Immense Vorbereitungen

Auch die Vorbereitungen waren immens: Sechs Personen waren fünf Tage mit dem Aufbau von 24 Hindernissen beschäftigt. Und das bei Tagen mit über 30 Grad Hitze. Hat es sich gelohnt? „Auf jeden Fall“, fanden Verena und Otis Sonnabend aus Dolle. Mutter und Sohn starteten über die 1,5 -Kilometer-Distanz und hatten viel Spaß: „Die Rutsche war am Besten“, sagten sie.

Auch wenn beide nicht nach Zeiten und Leistung schauten, wurden sie kräftig von Vater und Ehemann Sven angefeuert. Gegenseitig feuerten sich die zehn Teilnehmer des Teams „Schnecken“ an. Helena und Angi aus dem Team wagten am Ende des Durchgangs sogar einen Synchronsprung in das große Wasserbecken. Die Strecke sei ganz gut zu bewältigen gewesen, befanden die Hohenwarsleberinnen, als sie auf den Rest ihrer Truppe warteten.

Fässertragen mit nassen Händen

Wie geölte Blitze waren Emil Lüde und Levin Tiesler aus Ferchland auf dem Parcour unterwegs. Beherzt sprangen sie in die große Matschpfütze und auch die Kletterwand konnten sie nicht aufhalten. „Am Schwierigsten war das Fässertragen mit nassen Händen, nachdem wir im Wasser waren“, erklärten sie. Dennoch schafften sie auch die Fass-Trage-Station ohne größere Probleme.

Etwas Mühe hatten auf der langen Strecke Marie-Sophie Dake und Joice Fischer, die im gelben Dress für das Genthiner Jugendhaus Thomas Morus auf der Zwölf-Kilometer-Strecke starteten. Am Ende waren die gelben Trikots vom Schmutz der Strecke verschmiert und die Beiden froh, dass es geschafft war. Lustig sei es dennoch gewesen.

Kurze Interviews zur Überbrückung

Zwischen den Durchgängen verkürzte Oberschiedsrichter Wulf Thomas mit kurzen Interviews die Wartezeit, stellte jüngste und älteste Starter vor und nahm besondere Teilnehmer für kurze Gespräche zur Seite. So erfuhr der frühere Mützeler und heutige Bremer Maik Bielke ganz unvermittelt, welch guten Klang sein Nachname in der Region hat. Denn Sylvia Bielke vom Genthiner Lauf- und Triathlonverein ist eine äußerst erfolgreiche Sportlerin und war zwar hier nicht dabei, ist aber nicht nur bei Sportlern ein Begriff.

Am erfolgreichsten auf der 12-Kilometer-Strecke waren Daniela Werner aus Burg (1:54:04,3) und Rinaldo Schielke aus Borne (1:22:31,5). Die 6-Kilometer-Strecke konnten Helena Kieselov (46:51,5) und Franz Herm (34:39,1) aus Genthin für sich entscheiden. Darleen Osinsky aus Haldensleben (11:28,4) und Levi Bielke aus Mützel (11:45) waren über die 1,5-Kilometer-Distanz am schnellsten.