Genthin l Was wäre, wenn Harry Potter Schüler des Genthiner Bismarck-Gymnasiums werden würde? Mit dieser Frage, beschäftigten sich die Schüler der 6. Klasse in einer kleinen Bühnenaufführung, die sie für die Begrüßung ihrer neuen Mitschüler einstudiert hatten. Aufgeregt saßen gestern 81 Schüler der drei 5. Klassen des Gymnasiums in der Aula in Haus III. Noch kannten sie nicht alle Mitschüler und Lehrer. Auch die Räume sind noch nicht ganz so leicht zu finden. „Man muss sich ganz schön konzentrieren, um sich zurechtzufinden“, fanden nicht wenige der neuen Schüler.

Kleiner Einblick in den Schulalltag

Aber das wird sich in einigen Wochen alles gegeben haben und auch Harry Potter stand staunend vor den drei Häusern des Gymnasiums und musste sich erst einmal zurechtfinden. Weder gäbe es im Genthiner Gymnasium Schlafsäle wie in Hufflepuff, noch werde im Gymnasium Zauberei gelehrt wie in Hogwarts, dafür aber Physik und Chemie, erklärten ihm die Sechstklässler. Natürlich gab es gleich mal eine kleine Vorführung einer chemischen Reaktion. Auch gäbe es an der Genthiner Schule kein Quidditch, dafür aber Unihockey, auch Staffellauf gäbe es, wie Harry erfuhr.

Erfolgreich sei die Schule auch in den Naturwissenschaften – Bei „Jugend forscht“, gab es bereits mehrfach Auszeichnungen. Auch die Musik werde am Gymnasium gepflegt. „Ein Aushängeschild ist unser Chor, den man sich unbedingt einmal anhören sollte“, machten die Schüler Reklame. Als kleine Kostprobe für das Repertoire hatte Chorleiterin Anke Held einige versierte Sänger dabei. „Das war nicht der Chor, sondern die Klasse 7/3, die auch sehr gut singen können“, erklärte die Chorleiterin.

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Mitmachen beim Kanon-Gesang

Bei dem Gesangsauftritt war Mitmachen angesagt, denn das Lied „Zwei kleine Wölfe“ wurde als Kanon gemeinsam mit den neuen Schülern und deren Eltern angestimmt. Die Bismarck-Fördervereinsmitglieder Anja Hoßbach und Sebastian Eckold verteilten an die neuen Schüler die beliebten Schulstartbeutel. Schulleiter Volker Schütte warf einen Blick auf das kommende Schuljahr. 550 Schüler werde es insgesamt in allen Klassen des Gymnasiums geben. Ganz ausgefüllt sei der Stundenplan der 5. Klassen noch nicht. „Aber wir arbeiten daran, da wir neue Lehrer bekommen haben und weitere Kollegen bereits in den Startlöchern stehen.“ Daher werde das Schuljahr auch im Zeichen der personellen Veränderungen stehen.

Auch laufende und kommende Bauarbeiten werden den Schulbetrieb beeinflussen. Derzeit wird das Umfeld von Haus I gestaltet. Dort hat der Landkreis 44.0000 Euro zur Verfügung gestellt, damit die Zuwege neu gepflastert und ein grünes Klassenzimmer eingerichtet werden können. In den Sommerferien hatten die Arbeiten begonnen und werden nun fortgeführt. „In etwa vier bis sechs Wochen ist der Bereich komplett hergerichtet“, kündigte Volker Schütte an.

Diese Arbeiten sind aber nur die Vorboten für eine Maßnahme, die als eine der Größten im Bereich der Schulen des Jerichower Landes gilt. Im kommenden Jahr soll Haus II abgerissen und ein neues Schulgebäude gebaut werden. „Dafür treffen wir bereits jetzt die internen Vorbereitungen“, erklärte Schütte. So sei das Haus II nicht mehr im vollen Umfang belegt und auch die neuen Fünftklässler werden im Haus I unterrichtet. Das bedeutet, sie werden wie die älteren Schüler zwischen den Häusern hin und her wechseln müssen.