Gladigau l 200 Wettbewerber aus sämtlichen ostdeutschen Bundesländern hatten eigene Projekten in der Hauptkategorie „Bürgerschaftliches Engagement“ eingereicht, 35 davon wurden von der Jury prämiert. Darunter auch die Vorstellungen der Gladigauer, die bereits zu einem Mehrgenerationenbereich umgebauten Räumlichkeiten an der früheren Schule zu einer lebendigen Begegnungsstätte weiterzuentwickeln.

Dabei denken die Altmärker unter anderem an die Einrichtung einer kleinen Bibliothek sowie passendes Mobiliar für die dort regelmäßig agierende Mobile Jugendarbeit. Nicht zuletzt will sich Ortsbürgermeister Matthias Müller weiterhin darum bemühen, einen Medizinier zu gewinnen, der im Dorf Arztsprechstunden abhalten würde. „Damit wollen wir unser Vereinshaus noch weiter in den Mittelpunkt unseres dörflichen Lebens rücken“, blickt der Ortschef auf den eigenen Ideenkatalog, der in Berlin Rückenwind aus der „großen Politik“ erfuhr. Gemeinsam mit Pfarrer Norbert Lazay und Günter Preuß nahm Müller in der Vorwoche in der Alten Försterei von Christian Hirte einen Gewinnerpreis entgegen. Der ist zugleich mit 5000 Euro dotiert, „die uns natürlich bei der Verwirklichung unserer Vorstellungen ein Stück weit weiterhelfen“, freute sich Matthias Müller.

Der Ortschef war über verschiedene Aufrufe auf „Machen! 2019“ gestoßen. Die Gladigauer, die sich seit 2016 auch mit dem Titel eines Bundessiegers im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ schmücken und deren Dorftheater in die bundesweite Liste des Immateriellen Kulturerbes der Unesco eingetragen ist, sahen in diesem neuen Ideenwettstreit und dem mit ihm verbundenen Preisgeld eine Möglichkeit, ihre Pläne um das Vereinshaus weiter voranzutreiben. In Zusammenarbeit mit Norbert Lazay erarbeitete Matthias Müller eine Konzeption für „Machen! 2019!“, die die Wettbewerbsjury offenkundig überzeugte. Nun stehen dem Höhe-Dorf 5000 Euro mehr für die Umsetzung seiner Pläne zur Verfügung. Auf die Hilfe der Gladigauer könne er dabei ganz sicher zählen, zeigte sich Matthias Müller überzeugt. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir bei uns in unserem Dorf viele Einwohner haben, die etwas für den Ort und seine Menschen machen“, betonte der Ortsbürgermeister.

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