Halberstadt (vs) l Die Bundeswehr hat ihren Einsatz in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (Zast) in Halberstadt nach zwei aufeinanderfolgenden Testreihen mit negativen Ergebnissen beendet und am Freitag eine erste Bilanz gezogen.

Wie ein Sprecher mitteilte, hatten zehn Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsregiments 1 aus Weißenfels und bis zu 20 Soldatinnen und Soldaten aus dem Panzerpionierbataillon 803 aus Havelberg im Zeitraum 17. April bis 3. Mai im Rahmen einer Amtshilfe als „helfende Hände“ vor Ort gewirkt.

Sie unterstützten bei der Entnahme von Abstrichproben im Zwei-Tages-Rhythmus, deren Dokumentation und dem Transport der Testergebnisse in die Magdeburger Uni-Klinik.

Die eingesetzten Kräfte arbeiteten dabei gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), den Maltesern, den Johannitern, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie Vertretern des Instituts für Mikrobiologie der Universität Magdeburg, von „Ärzte ohne Grenzen“, der Kreisverwaltung Harz und mit der Leitung der Zast zusammen.

Unterstützung in schwieriger Lage

Die Soldatinnen und Soldaten trugen nach Angaben des Sprechers während ihres Einsatzes persönliche Schutzausstattung (Standard-PSA: dicht anliegender Mund-Nasen-Schutz, Schutzbrille, FFP-2-Maske, flüssigkeitsdichter Kittel und Handschuhe), die durch Personal der Harzer Kreisverwaltung zur Verfügung gestellt wurde.

Insgesamt galt es, circa 550 Personen in vier Bereichen zu testen. Dabei wurden rund 4200 Nasen-Rachen-Abstriche vorgenommen.

Oberst Halvor Adrian, Kommandeur Landeskommando Sachsen-Anhalt, resümierte: „Das Bundesland Sachsen-Anhalt benötigte unsere Unterstützung in einer besonderen schwierigen Lage in der Zast in Halberstadt.“

Mit Hilfe der Soldatinnen und Soldaten aus dem Sanitätsregiment 1 in Weißenfels und aus dem Panzerpionierbataillon 803 in Havelberg sei es gelungen, im Verbund mit allen anderen Beteiligten zur Entspannung der Situation beizutragen.