Halberstadt l Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke) und Ordnungsamtschef Ralf Fleischhauer haben symbolisch das neue digitale Parkticket-System auf dem Martiniplan freigegeben. Einziger Wermutstropfen – bis zum Montag, 31. August, suchte man an den 14 städtischen Parkuhren die Aufkleber vergebens, die auf die insgesamt sechs Anbieter hinweisen. Mit diesen können die Nutzer Verträge abschließen, um in den Genuss der neuen Dienstleistung kommen zu können.

Das System an sich funktioniert. Andreas Henke lieferte den Beweis. Er hatte sich bereits eine Park-App auf sein Handy heruntergeladen und demonstrierte den Vorgang. „Die Zeit des Kleingeldsammelns ist jetzt vorbei“, so der Oberbürgermeister nach dem erfolgreichen Einloggen.

Gebühren steigen für Nutzer der Park-App

Die Nutzer müssten sich für einen Anbieter entscheiden und eine entsprechende Park-App auf ihr Handy herunterladen. Die Abrechnung der Gebühren für die Parkplatznutzung werden dem Nutzer per Kreditkarte oder Bankverbindung in Rechnung gestellt. „Die Stadt erhält ihren Anteil am Geld vom Anbieter monatlich überwiesen“, erklärt Ordnungsamtsleiter Ralf Fleischhauer.

Doch was kostet dem ­Nutzer das digitale Parkticket? „Das ist unterschiedlich und richtet sich stark nach dem jeweiligen Anbieter“, betont der Ordnungsamtschef. An der Höhe der Parkplatzgebühren ändert sich nichts – zumindest nicht für die Stadt Halberstadt. Allerdings kommt ein Gebührenaufschlag für den Anbieter in Höhe von 15 bis 25 Prozent der ­Kosten für das Parkticket drauf. Die maximale Parkdauer ist limitiert. Sie beträgt eine Stunde. Jeder, der per Handy bezahlt, kann die ersten 15 Minuten kostenlos die Parkplätze nutzen. Die Barzahler hingegen nicht.