Schachdorf Ströbeck/Halberstadt l Pferde hätten auf Dörfern nichts zu suchen, weil die Orte nur noch Schlafstätten sind und die Tiere stören würden. Mit dieser Begründung ließ die Landkreisverwaltung Harz Katharina Gröpler mit ihrem Vorhaben, im Schachdorf Ströbeck auf einer verwaisten Koppel hinter ihrem Wohnhaus eine reittherapeutische Praxis zu gründen, abtreten. Pferde wären Quell von Geruch und Lärm und würden Nachbarn belästigen, begründete der Landkreis seine ablehnende Haltung . Der Fall schlug Wellen. Jetzt kommt Bewegung in das Ansiedlungsvorhaben, wie die Ergotherapeutin informierte.

„Viele Leute aus Ströbeck und von außerhalb reagierten mit Unverständnis auf die Argumentation der Landkreisverwaltung und machten mir Mut, weiter für meine Praxis zu kämpfen. Wo wären Pferde auch besser aufgehoben als auf dem Land“, so Katharina Gröpler. Es habe sogar Anfragen gegeben Unterschriften für die Genehmigung der Praxis im Schachdorf zu sammeln.

Harzkreis rückt von General-Absage ab

Von der generellen Ablehnung ihres Vorhabens, in Ströbeck eine Ergotherapiepraxis ins Leben zu rufen, sei der Landkreis mittlerweile abgerückt. „Nach dem Volks­stimme-Beitrag gab es ein Gespräch mit dem Landkreis“, so die Ströbeckerin. Die Mitarbeiter hätten ihr gegenüber gesagt, wenn alle Nachbarn mit dem Vorhaben einverstanden seien, dann würde sie grünes Licht bekommen.

„Daran arbeite ich derzeit“, sagt die junge Frau. Fast alle Nachbarn hätten nichts gegen die Pferdehaltung. Nur eine Familie hätte noch Bedenken. Mit der sei sie aber im Gespräch und hofft, alle Kritikpunkte klären zu können. Von dem einst vom Landkreis geforderten Geruchs-Gutachten für eine Pferdehaltung sei hingegen keine Rede mehr gewesen.