Wohnungsbau

Erste Siedler ziehen noch 2021 in neues Wohngebiet am Ortsrand Halberstadts ein

Anfang 2020 begann der Bau der „Siedlerresidenz“ in der Sargstedter Siedlung Halberstadts. Nach einer Pause wird jetzt an der Fertigstellung des Projekts gearbeitet.

Von Jörg Endries
Derzeit laufen Fundamentarbeiten zur Errichtung der „Siedlerresidenz“ am Orsrand Halberstadts.
Derzeit laufen Fundamentarbeiten zur Errichtung der „Siedlerresidenz“ am Orsrand Halberstadts. Foto: Jörg Endries

Halberstadt - Mehr als vier Millionen Euro investiert der Halberstädter Unternehmer Frank Behrens in der NW 10 Straße in der Sargstedter Siedlung in das Bauvorhaben „Siedlerresidenz“. Die Siedlung gehört zu den boomenden Wohngebieten der Harz-Kreisstadt. Leerstand oder Wegzug wie in einigen anderen Stadtteilen sind dort kein Problem.

Für den umtriebigen Bauunternehmer, der in der Altstadt bereits zahlreiche verfallene Fachwerkhäuser vor dem sicheren Verlust gerettet hat und auch Neubauvorhaben erfolgreich umsetzte, Grund genug, in den attraktiven Standort zu investieren.

Verzicht auf mehrstöckige Bebauung

Die „Siedlerresidenz“ wird in direkter Nachbarschaft zur sanierten und erst kürzlich fertiggestellten Diesterweg-Grundschule entstehen.

Auf dem bislang unbebauten, 9176 Quadratmeter großen Areal entstehen nach Information des Investors Wohnungen für Jung und Alt. Die insgesamt 37 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen, die zwischen 68 und 83 Quadratmeter groß sind, werden zum Großteil  im Stil von Einfamilienhäusern errichtet, samt Terrassen mit Grünbereich und Auto-Parkplätzen vor der Tür, so der Bauherr. Für ihn sei wichtig, dass sich das Bauvorhaben gut in den Charakter der Siedlung mit ihrer überwiegenden Eigenheimbebauung anpasst. Aus diesem Grund verzichtet er auf mehrstöckige Gebäude.

Bereits Anfang 2020 begann die Umsetzung des Vorhabens mit der Errichtung eines Gemeinschaftshauses für die neue Wohnanlage. Dort soll sich künftig nicht nur die Wohnung des Hausmeisters befinden, sondern ein Raum samt kleiner Küche, der dem Haus seinen Namen gibt – der also von allen Mietern bei Bedarf genutzt werden kann. Unter anderem für Geburtstags- oder andere Familienfeiern und Veranstaltungen. Weitere Mehrzweckräume bieten nach Bedarf Platz für Physiotherapie-Angebote oder einen Friseur. Im Keller des Gemeinschaftshauses soll die Heizung für die gesamte Residenz installiert werden.

Nach Fertigstellung des Rohbaus des Gemeinschaftshauses zog erst einmal für mehrere Monate Ruhe auf der Baustelle ein. Mittlerweile stehen die ersten Rohbauten, derzeit laufen die Fundamentarbeiten für weitere Gebäude. Die ersten Wohnungen sollen Ende diesen Jahres bezugsfertig sein, der Rest dann bis Sommer des kommenden Jahres. Für die Residenz gebe es mehr Bewerber als Wohnungen.

Ursprünglich sollte dort neue Schule entstehen

Frank Behrens erwarb die grüne Wiese 2017. Ursprünglich sollte auf dem einst städtischen Grundstück an der NW 10 Straße der Ersatzneubau für die marode Diesterweg-Grundschule entstehen. 2012 ging die Stadt davon aus, im Folgejahr das Vorhaben starten zu können. 5,4 Millionen Euro sollte der Neubau kosten.

Ein Plan, der letztendlich nicht umgesetzt wurde. Stattdessen entschied sich die Kreisstadt für die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäudes.