Wegeleben l Entlang der Bode sind wieder Jungaale von den Mitgliedern der Angelvereine ausgesetzt worden, um den Bestand der vom Aussterben bedrohten Fischart zu stützen. Federführend organisiert der Landesfischereiverband Sachsen Anhalt diese Aktion, die aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wird.

„Das ist notwendig, weil die Aale aufgrund der starken Querverbauung unserer Flüsse die Wehre und Wasserkraftanlagen nicht überwinden können“, sagte Marco Grigoleit, Vorsitzender des Sportfischervereins Weha Untere Bode. Dies sei auch einer der Hauptgründe, dass es dieser Fischart in Europa so schlecht geht. Ihre Wanderwege sind verbaut und so schaffen es immer weniger Tiere aufzusteigen. Grigoleit: „Noch problematischer ist die Abwanderung laichreifer Alttiere.“

Fische wandern bis nach Florida

Aale laichen nicht im Süßwasser. Sie müssen bis in ihr Laichgebiet in der Sargassosee schwimmen. Nur dort kann sich der europäische Aal fortpflanzen. Die Sargassosee ist ein Meeresgebiet im Atlantik, südöstlich vor Florida. „Für uns Angler vom Weha ist es eine Selbstverständlichkeit, alles dafür zu tun, unsere heimischen Fischarten zu unterstützen“, so Grigoleit.

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Die Vereinsangler Frank Merkel und Matthias Eckmann scheuten keinen Aufwand, den Aalen einen guten Start in der Bode zu ermöglichen. Sie haben die Fische entlang der Pachtstrecke des Vereins von Rodersdorf bis Wegeleben verteilt. Der Vorsitzende: „Hoffen wir, dass einige von ihnen zu stattlichen Aalen heranwachsen, in zehn bis 15 Jahren den Weg in die Sargassosee finden und für neue Nachkommen sorgen.“