Schwanebeck l Bei einem Großbrand in Schwanebeck ist in der Nacht zu Montag, 2. November, eine private Lackiererwerkstatt abgebrannt. Außerdem griff das Feuer auf ein Auto über. Insgesamt vier Feuerwehren aus Schwanebeck, Groß Quenstedt, Wegeleben und Emersleben mit 40 Kameraden und neun Fahrzeugen waren im Einsatz.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde Sonntagnacht um 23.57 Uhr der Alarm ausgelöst. Anwohner seien durch eine Explosion an der Straße Obertor in Schwanebeck wach geworden und hatten daraufhin die Feuerwehr gerufen.

Zur Ursache teilte die Polizei am Nachmittag auf Volksstimme-Nachfrage mit, dass es sich um fahrlässige Brandstiftung handele. In der Hobby-Lackiererwerkstatt seien Gase entstanden, die sich durch einen defekten Ofen entzündet hätten.

Dachstuhl vollständig zerstört

„Als wir kurz nach Mitternacht ankamen, brannte das Gebäude schon lichterloh“, sagte Schwanebecks Ortswehrleiter Uwe Hoffmann. Es müsse also schon eine Weile gebrannt haben, vermutet der Experte. Der Dachstuhl des Gebäudes wurde völlig zerstört. Die Kameraden hätten das Haus erst betreten können, als das Dach abgelöscht war, so Hoffmann. Der Besitzer der Werkstatt hätte den Einsatzleuten mitgeteilt, dass sich in dem Gebäude Gasheizungen befinden. Diese hätten wahrscheinlich die Expolsion ausgelöst.

Das Feuer konnte auf einen Pkw übergreifen, der sich auf dem angrenzenden Hof befand. Dessen Fenster seien völlig zerborsten. Das Feuer habe in den Innenraum des Autos übergegriffen, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr konnte ein Ausbreiten der Flammen auf die umliegenden Häuser verhindern. Der Einsatz dauerte bis 3 Uhr morgens. Den entstandenen Sachschaden an Gebäude und Auto schätzten die Ermittler auf ungefähr 20.000 Euro.