DLRG

Mit „Milan“ auf Rettungstour

Die Halberstädter Ortsgruppe der DLRG bereitet sich auf die Sommersaison vor. Michael Jochim hat das Zepter an der Vereinsspitze übernommen.

Von Dennis Lotzmann

Halberstadt l „Milan“ heißt der neue Partner, auf den die aktiven Mitglieder der Halberstädter DLRG-Ortsgruppe setzen. Die Rede ist vom neuen Schlauchboot, das die Wasserretter vor wenigen Wochen in Dienst stellen konnten und das nun am Rande der Jahreshauptversammlung feierlich getauft worden ist. Der zwölf Jahre alten Wettkampfschwimmerin Emily Seile fiel die ehrenvolle Aufgabe zu, assistiert vom neuen Vereinsvorsitzenden Michael Jochim eine Flasche Sekt zu köpfen und das Boot auf den Namen „Milan“ zu taufen.

Die Namenswahl kommt nicht von ungefähr. „Wir schlagen damit einen Bogen zum DLRG-Logo, wo ein Milan als Wappenvogel abgebildet ist“, erklärt Anja Bresch, in der Halberstädter Ortsgruppe zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Aufgabe hat die 25-Jährige weiter inne – in der Zusammenkunft wurde sie von den Mitgliedern im Amt bestätigt. Selbiges gilt – bis auf den Mann an der Vereinsspitze – auch für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Zum neuen Vorsitzenden wurde der 25-jährige Michael Jochim gewählt. „Er löst Holger Förster ab, der zehn Jahre lang erfolgreich in dieser Funktion tätig war“, berichtet Anja Bresch. Stellvertretender Vorsitzender war und ist Michael Mokosch, Schatzmeister bleibt weiter Michael Bresch. Felix Bresch koordiniert auch künftig die Einsätze, unterstützt wird er dabei von René Jahn. Für den gesamten Ausbildungsbereich seien Frank Richter und Robert Litschko verantwortlich, berichtet DLRG-Sprecherin Bresch. „Der neugewählte Vorstand ist sich der großen Aufgabe, die die Nachfolge von Holger Förster mit sich bringt, bewusst. Er will die bisherige erfolgreiche Arbeit weiterführen, aber auch etwas frischen Wind in die DLRG-Ortsgruppe Halberstadt bringen“, heißt es.

Schwerpunkte der Vereinsarbeit waren im vergangenen Jahr – neben der Absicherung des Freibad-Vergnügens am Halberstädter See – vor allem Großveranstaltungen wie das Altstadt-Fest in Halberstadt sowie das Downhill-Rennen in Thale.

Allein am See hätten die Aktiven der insgesamt knapp 300 Ortsgruppen-Mitglieder über 1000 Einsatzstunden absolviert. Mit Erfolg: „Es gab keine Zwischenfälle.“ Darauf hoffen Anja Bresch auch in diesem Sommer – ab Mitte Mai seien die DLRG-Retter wieder regelmäßig am See anzutreffen.

Weitere Höhepunkte sind in diesem Jahr die Absicherung des Lutherfestes in Wittenberg. Dann werde die Halberstädter DLRG-Gruppe zusammen mit anderem Ortsgruppen aus dem Land die Benutzung einer von der Bundeswehr über die Elbe geschlagenen Pontonbrücke absichern. Zudem stünden wieder verschiedene Veranstaltungen in der Region auf dem Programm der Wasserretter, die auch in Erster Hilfe versiert sind.

Um sowohl im Wasser als auch an Land fit zu sein, stehen in wenigen Tagen wieder die jährlichen Prüfungen auf dem Programm der Retter. Am letzten April-Wochenende müssen sich sowohl angehende als auch bereits zertifizierte Rettungsschwimmer den turnusmäßigen Kontrollen unterziehen. Hinzu kommen Prüfungen in Erster Hilfe. Dabei agieren Verantwortliche nicht nur für das DLRG intern, sondern prüfen auch Polizeibeamte und Lehrer, die die entsprechenden Qualifikationen ablegen wollen.

Die DLRG-Retter haben nach bestandener Prüfung grünes Licht, um bei Einsätzen dabei zu sein. Dann dürfen sie auch im „Milan“-Rettungsboot, das übrigens mithilfe von Fördermitteln des Landes und des Landkreises angeschafft worden ist, Platz nehmen.