Nahverkehrsverbund marego kooperiert mit den Stadtwerken Haldensleben

Nächste Haltestelle: Elektroauto

Von Thomas Junk 04.09.2013, 03:06

Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel haben in Haldensleben ab sofort eine neue Umsteigemöglichkeit. Dank einer Kooperation mit den Stadtwerken können die Passagiere zu einem günstigen Mietpreis direkt aus Bahn oder Bus in ein Elektroauto umsteigen.

Haldensleben l Mit einer herzlichen Umarmung durch den "Fahrkater", das Maskottchen des Nahverkehrsverbundes marego, wurde die Vertriebsmanagerin der Stadtwerke Haldensleben, Antje Behm, gestern am Hauptbahnhof der Kreisstadt begrüßt. Das niedliche Maskottchen hatte aber auch marego-Geschäftsführer Bernd Adelmeyer im Gepäck. Gekommen war das Duo aus der Landehauptstadt, um eine Kooperation mit dem örtlichen Energiedienstleister zu besiegeln.

Im Rahmen der Mobilitätskarte können Kunden des Nahverkehrsverbundes marego künftig von der Bahn oder aus dem Bus direkt in ein Elektroauto oder auf ein E-Bike steigen - von den Stadtwerken am Bahnhof zur Verfügung gestellt.

In der Landeshauptstadt funktioniert es bereits. Und nun ist auch die Börde an der Reihe. Der Nahverkehrsverbund marego, zu dem auch der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Börde gehört, bietet eine Mobilitätskarte an. In Magdeburg können die Nutzer bereits das Angebot des Car-Sharing-Anbieters "teilAuto" und des Fahrradverleihs "nextbike" zu vergünstigten Konditionen nutzen.

"So bieten wir jetzt hier in Haldensleben eine Kombination aus öffentlichem Personennahverkehr und elektrisch betriebenem Individualverkehr", freute sich Antje Behm über die Zusammenarbeit. Seit April vergangenen Jahres bieten die Stadtwerke ein Elektroauto sowie vier Elektrofahrräder zum Mieten an.

Als Regionalverkehrsverbund habe man natürlich das Bestreben, diese Mobilitätskarte auch in die Landkreise auszudehnen, erklärte Bernd Adelmeyer. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Partnern, um unser Mobilitätskonzept umzusetzen", so der marego-Chef. "Und hier in Haldensleben haben wir jetzt einen starken Partner gefunden. Denn gerade die Elektroautos passen gut zu unserem Thema Umweltfreundlichkeit." Er hoffe, durch solche Angebote noch mehr Menschen davon überzeugen zu können, den ÖPNV zu nutzen. Mit car-sharing, Fahrradverleih, Elektroauto und E-Bikes könne marego jetzt die gesamte Mobilitätskette anbieten. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Auch in den weiteren Landkreisen, die zum Verbund gehören, wolle man Partner für ähnliche Modelle suchen.

"Mit der Kooperation mit den Stadtwerken haben wir einen weiteren Schritt in der Entwicklung von einem Verkehrsverbund hin zu einem Mobilitätsverbund gemacht", ist sich Bernd Adelmeyer sicher.

www.marego-verbund.de