Halberstadt (wb) l Gleich zweimal knatterten am Montag Hubschrauber über Halberstadt. Vor allem jener, der spät in der Nacht über dem Ameos-Klinikum kreiste, fiel auf. Sein Erscheinen wurde umgehend im sozialen Netzwerk Facebook kommentiert.

Was es mit dem nächtlichen Helikopter-Einsatz auf sich hatte, das berichtete tags darauf Axel Hengehold, der Pressesprecher des Halberstädter Ameos-Klinikums. Demnach sei am späten Montagabend eine Schlaganfall-Patientin ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Kein Schlaganfallzentrum

Das Ameos-Klinikum verfüge über kein Schlaganfallzentrum, eine Stroke Unit, und das Harzklinikum „Dorothea Erxleben“ habe der Rettungsleitstelle signalisiert, die Patientin nicht aufnehmen zu können. Leitstelle und Harzklinikum konnten gestern dazu keine Aussagen treffen.

In Halberstadt wurde die Patientin medizinisch stabilisiert und versorgt, um sie ins Magdeburger Uniklinikum weitertransportieren zu können. Dieser Transport sollte schnellstmöglich vonstatten gehen. Deshalb schickte die Rettungsleitstelle einen Hubschrauber. Das Problem dabei: Der reguläre Landeplatz am Klinikum kann derzeit wegen Bauarbeiten nicht angeflogen werden. Hengehold: „Was folgte, war ein gutes Zusammenspiel zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt und dem Piloten des Rettungshubschraubers.“

Über Klinikum kreisen

Ehe er landen konnte, musste der Helikopter einige Zeit über dem Ameos-Klinikum kreisen – was wohl viele Halberstädter aus dem Schlaf geschreckt hat. Landen konnte er erst, nachdem die Feuerwehr den provisorischen Landeplatz ausgeleuchtet hatte.

Bereits am Abend hatte ein über der Stadt kreisender Polizei-Hubschrauber die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, der zuvor bei Schwanebeck im Einsatz gewesen war. Dort war am Nachmittag ein Motorradfahrer tödlich verunglückt, der Helikopter machte Luftaufnahmen der Unfallstelle. Auf dem Rückweg überflog er Halberstadt, sagte ein Polizeisprecher.