Harsleben l Für Wirbel hat am Montag, 16. November, ein Corona-Verdachtsfall an der Harsleber Außenstelle der Grundschule Wegeleben gesorgt. Erst am Abend gegen 19.30 Uhr gab es Entwarnung von der Verwaltung des Landkreises Harz: Der Verdacht nach einem positiven Schnelltest eine Kindes habe sich nicht bestätigt.

„Es werden gerade alle Kinder und die betroffenen Lehrer durch das Gesundheitsamt angerufen“, teilte Manuel Slawig, Sprecher des Landratsamtes, mit. Die Quarantäne für zwei Lehrer und 15 Mitschüler des Kindes werde aufgehoben.

Ute Pesselt (parteilos), Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Vorharz, sagte am Montag, dass sie am Sonntag vom Gesundheitsamt über den Verdachtsfall informiert worden sei. Schulleiterin Heike Stiemer habe umgehend die Elternbeiräte informiert.

Mobbing gegen Familie in sozialen Netzwerken

Aus zuverlässigen Quellen habe sie erfahren, dass sowohl das betroffene Kind aus Wegeleben als auch dessen Mutter aufgrund des Verdachts gemobbt und in sozialen Netzwerken angegriffen würden. „Ich bin entsetzt über solche Reaktionen“, sagte Pesselt.

In Medienberichten werde immer wieder darauf hingewiesen, dass Ansteckungsketten kaum mehr nachvollzogen werden könnten. Zudem sei eine Ansteckung oft Schicksal und keineswegs Folge von persönlichem Fehlverhalten. Daher verstehe sie nicht, wie sich einige Erwachsene dazu hinreißen ließen, Kind und Mutter zu verurteilen.