Halberstadt l Er ist eigentlich längst überfällig, der Anbau am CIR. Im Cochlear-Implant-Rehabilitationszentrum werden Menschen aus ganz Sachsen-Anhalt und darüber hinaus betreut, die eine Innenohrprothese (Cochlea-Implantat) erhalten haben. Sie müssen nach der Operation erstmals oder wieder hören lernen.

14 Betten sind in der Einrichtung verfügbar, die auf dem Gelände des Diakonissen-Mutterhauses Cecilienstift steht. „Aber es kommen bis zu 22 Rehabilitanden pro Tag“, sagt Cecilienstift-Vorstand Holger Thiele. „Diese Zahl ist seit Jahren relativ stabil.“

Neben der gestiegenen Zahl an zu Betreuenden hat sich auch der Altersdurchschnitt deutlich verändert. So sind inzwischen 70 Prozent der Rehabilitanden Erwachsene, viele davon Senioren. Deshalb wurden bereits Automatiktüren, behindertengerechte Bäder und Handläufe im Haus nachgerüstet.

„Als 1998 das neue Gebäude des CIR stand, gab es zehn Therapieplätze für Kinder, die rasch auf 14 erweitert wurden. Inzwischen sind es im Schnitt 20 Menschen, die Platz für die technische Einstellung ihrer Geräte und die anderen begleitenden therapeutischen Angebote brauchen. Deshalb wollen wir in diesem Jahr die Planungen vorantreiben, damit wir im kommenden Jahr mit dem Ausbau des Hauses beginnen können und im Herbst fertig sind“, sagt Thiele. Dabei soll das bestehende Gebäude um eine Etage aufgestockt werden. Das Kuratorium des Cecilienstifts hat für die Pläne bereits grünes Licht gegeben. Auch mit den Krankenkassen, die die Kosten für die Reha tragen, habe man sich schon abgestimmt, berichtet der Verwaltungsdirektor.